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China plant laut den USA in absehbarer Zeit keine Invasion Taiwans.

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Photo by CEphoto, Uwe Aranas

Die Sorge vor einem möglichen Konflikt in der Taiwanstraße hat lange die globalen Sicherheitsdebatten geprägt.
Doch eine neue Einschätzung der US-Geheimdienste deutet darauf hin, dass der Zeitrahmen möglicherweise weniger unmittelbar ist als befürchtet.

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Laut Reuters gehen US-Geheimdienste derzeit nicht davon aus, dass China im Jahr 2027 eine Invasion Taiwans plant.

Kein fester Zeitplan

Die Einschätzung, die im jährlichen globalen Bedrohungsbericht der Dienste dargelegt wird, deutet darauf hin, dass Peking keinen festen Zeitplan für die Übernahme Taiwans hat.

Beamte erklärten, China bevorzuge weiterhin, die Wiedervereinigung nach Möglichkeit ohne militärische Gewalt zu erreichen, halte sich diese Option jedoch offen.

Der Bericht stellt außerdem fest, dass China zwar seine militärischen Fähigkeiten weiter ausbaut, die Fortschritte jedoch uneinheitlich bleiben.

Anhaltender Druck

Trotz dieser Erkenntnisse berichtet Reuters, dass China den Druck auf Taiwan durch Militärübungen und andere Maßnahmen verstärkt hat.

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Peking betrachtet die Insel als sein Territorium und hat den Einsatz von Gewalt nicht ausgeschlossen, während Taiwan diese Ansprüche zurückweist und darauf besteht, dass seine Zukunft von seiner Bevölkerung entschieden werden muss.

Taiwans Vertretung in Washington erklärte, man bleibe wachsam und warnte, dass anhaltende militärische und „Grauzonen“-Taktiken Risiken für die regionale Stabilität darstellen.

Trumps Ansatz

Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem US-Präsident Donald Trump die Wahrscheinlichkeit eines chinesischen Angriffs während seiner Amtszeit heruntergespielt hat.

Laut Reuters sagte Trump, der chinesische Staatschef Xi Jinping habe ihm versichert, dass Peking keine Schritte gegen Taiwan unternehmen werde, solange er Präsident sei, was jedoch von China nicht bestätigt wurde.

Gleichzeitig haben die USA ihre Waffenverkäufe an Taiwan fortgesetzt, darunter ein großes Paket, das Ende vergangenen Jahres angekündigt wurde.

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Regionale Bedenken

Reuters berichtet, dass die US-Politik bei Verbündeten, insbesondere in Japan, Besorgnis ausgelöst hat.

Einige Beamte befürchten, Washington könnte seine Haltung zu Taiwan im Zuge umfassenderer Abkommen mit China abschwächen, was Peking ermutigen könnte.

Der Geheimdienstbericht warnte zudem, dass Chinas Druckkampagne ausgeweitet werden könnte, einschließlich verstärkter Bemühungen, Länder wie Japan davon abzuhalten, Taiwan zu unterstützen.

Wachsende Spannungen

Die Lage bleibt ein bedeutender geopolitischer Brennpunkt, mit zunehmender militärischer Aktivität und diplomatischen Spannungen in Ostasien.

Laut Reuters erwarten US-Geheimdienste, dass Chinas Zwangsmaßnahmen in den kommenden Jahren zunehmen werden, auch ohne einen klaren Zeitplan für eine Invasion.

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Quellen: Reuters