Westliche Länder haben jahrelang versucht, Wladimir Putin unter Druck zu setzen, den Krieg in der Ukraine zu beenden.
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Trotz dieser Bemühungen hat sich Moskau angepasst, seine Kriegsmaschinerie am Laufen gehalten und gleichzeitig den Handel verlagert und die Beziehungen zu Ländern außerhalb des Westens gestärkt.
Gleichzeitig hat Russland keinen Zusammenbruch erlitten, auch wenn es Berichte über langsame Fortschritte und ins Stocken geratene Vorstöße an Teilen der Frontlinie gab.
Stattdessen hat sich der Krieg zu einem langwierigen und zermürbenden Konflikt entwickelt, von dem die US-Geheimdienste nun glauben, dass er letztendlich dem Kreml zugute kommen könnte.
Russlands wachsendes Selbstvertrauen
Eine neue Einschätzung der US-Geheimdienste, die von United24media zitiert wird, deutet darauf hin, dass der Kreml glaubt, die Zeit spiele für ihn.
Laut der am 18. März veröffentlichten jährlichen Bedrohungsanalyse ist Russland weiterhin zuversichtlich, dass es auf dem Schlachtfeld gewinnen und letztendlich die Bedingungen für ein Friedensabkommen diktieren kann.
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„Moskau ist mit ziemlicher Sicherheit weiterhin zuversichtlich, dass es auf dem Schlachtfeld in der Ukraine die Oberhand gewinnen und eine Einigung zu seinen Bedingungen erzwingen wird“, heißt es in dem Bericht.
Dies deutet darauf hin, dass der Kreml möglicherweise wenig Anreiz hat, bei den laufenden Verhandlungen Kompromisse einzugehen.
Angst vor Eskalation
Der Bericht wirft auch ernsthafte Bedenken auf, wie sich der Krieg entwickeln könnte, wenn er andauert.
US-Beamte warnen, dass eine Verlängerung des Konflikts das Risiko einer umfassenderen Konfrontation erhöht, einschließlich der Möglichkeit direkter Zusammenstöße zwischen Russland und NATO-Truppen.
Russlands wiederholte atomare Drohungen, kombiniert mit dem Einsatz fortschrittlicher Raketensysteme, werden als Faktoren gesehen, die die Situation weiter destabilisieren könnten.
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Trotz schwerer Verluste seit Beginn der Invasion glauben die US-Geheimdienste, dass Russlands militärische Fähigkeiten weiterhin beträchtlich sind.
Der Bericht stellt fest, dass die Bodentruppen wieder aufgefüllt wurden, während die Luft- und Seemacht weitgehend intakt geblieben ist und in einigen Bereichen sogar verbessert wurde.
Dies hat es Moskau ermöglicht, den Druck auf die Ukraine aufrechtzuerhalten und gleichzeitig weiterhin in neue Waffen und Technologien zu investieren.
Jenseits des Schlachtfelds
Russlands Strategie beschränkt sich nicht nur auf militärische Aktionen.
In der Einschätzung ist von dem Einsatz von Cyberangriffen, Desinformationskampagnen, Sabotage und Energiedruck als Instrumente zur Beeinflussung von Ereignissen außerhalb der Ukraine die Rede.
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Es wird auch auf die sich vertiefenden Beziehungen zu Ländern wie China, Iran und Nordkorea hingewiesen, die Moskaus Position auf der globalen Bühne stärken.
Während der Bericht andeutet, dass eine Verhandlungslösung den Verlauf des Krieges noch ändern könnte, gibt es wenig Anzeichen dafür, dass ein solcher Durchbruch unmittelbar bevorsteht.
Die Ukraine drängt weiterhin auf stärkere internationale Unterstützung, während europäische Staats- und Regierungschefs darauf bestehen, dass der Druck auf Russland nicht verringert werden darf.
Vorerst zeichnet die Geheimdienstanalyse ein klares Bild: ein Krieg, der noch lange nicht vorbei ist, und ein Kreml, der glaubt, dass er immer noch gewinnen kann.
Quellen: US Intelligence Community, Kyiv Independent, United24Media