In den Vereinigten Staaten wachsen die Befürchtungen, dass sich der Konflikt mit dem Iran weiter vertiefen könnte. Eine neue Umfrage deutet darauf hin, dass viele mit einer Eskalation rechnen, auch wenn sie diese deutlich ablehnen.
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Die Ergebnisse verdeutlichen eine wachsende Kluft zwischen den Erwartungen der Öffentlichkeit und der Unterstützung für militärische Maßnahmen, berichtet WP Wiadomości.
Öffentliche Erwartungen
Eine Umfrage von Reuters/Ipsos ergab, dass 65 % der Amerikaner glauben, Präsident Donald Trump werde letztlich Bodentruppen in den Iran entsenden.
Allerdings gaben nur 7 % an, eine solche Entscheidung zu unterstützen, was auf eine überwältigende Ablehnung eines umfassenden Bodenkriegs hindeutet.
Die Umfrage, an der 1.545 Erwachsene teilnahmen, weist eine Fehlermarge von 3 Prozentpunkten auf.
Trotz der Erwartung einer Eskalation zeigt die Datenauswertung nur geringe Bereitschaft für ein tiefergehendes Engagement.
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Geteilte Meinungen
Insgesamt lehnen laut Reuters 59 % der Befragten einen Krieg mit dem Iran ab, während 37 % ihn unterstützen.
Die Ansichten unterscheiden sich deutlich entlang politischer Linien. Unter Republikanern befürworten 77 % militärische Maßnahmen, verglichen mit 28 % der Unabhängigen und lediglich 6 % der Demokraten.
Diese Spaltung unterstreicht, wie stark parteipolitische Unterschiede weiterhin die Haltung zur Außenpolitik prägen.
Selbst begrenzte Einsätze stoßen auf Widerstand. Eine Mehrheit der Befragten erklärte, sie lehne die Entsendung jeglicher Bodentruppen unabhängig vom Umfang ab.
Begrenzte Unterstützung
Während einige Republikaner den Einsatz kleiner Einheiten von Spezialkräften unterstützen, bleibt die breitere öffentliche Unterstützung schwach.
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Nur etwa ein Drittel der Amerikaner befürwortet die Entsendung begrenzter Truppen, während 55 % jede Entsendung von Bodentruppen ablehnen.
Gleichzeitig liegt Trumps allgemeine Zustimmungsrate bei 40 %, ein leichter Anstieg gegenüber einer früheren Reuters/Ipsos-Umfrage von Ende Februar.
Die Ergebnisse deuten auf eine stabile, aber nicht überwältigende Unterstützung für den Umgang des Präsidenten mit der Situation hin.
Reaktion Trumps
Inmitten von Spekulationen hat Trump öffentlich bestritten, Truppen entsenden zu wollen.
Bei einem Treffen mit der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi sagte er: „Nein, ich entsende keine Truppen irgendwohin. Wenn ich das täte, würde ich das definitiv sagen, aber ich entsende keine Truppen.“
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Diese Aussage steht im Kontrast zur weit verbreiteten öffentlichen Annahme, dass eine Eskalation wahrscheinlich bleibt.
Die Umfrage spiegelt ein breiteres Gefühl der Unsicherheit wider, da sich die Amerikaner auf eine mögliche Wendung im Konflikt einstellen – trotz klarer Ablehnung.
Quellen: Reuters, Ipsos, WP Wiadomości