Viele Haushalte nutzen ihr WLAN täglich, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie es eingerichtet ist.
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Viele Haushalte nutzen ihr WLAN täglich, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie es eingerichtet ist.
Doch kleine Versäumnisse in den Routereinstellungen können sowohl die Leistung als auch die Sicherheit beeinträchtigen.
Das versteckte Risiko
Eine Umfrage von Broadband Genie aus dem Jahr 2025 ergab, dass 47 % der Nutzer ihre Standard-Routereinstellungen nie ändern, während 72 % das ursprüngliche WLAN-Passwort beibehalten.
Das ist relevant, da der Router die zentrale Verbindung zwischen dem Internet und Geräten wie Smartphones, Laptops und Smart-Home-Systemen darstellt.
Selbst kleine Fehlkonfigurationen können die Geschwindigkeit verringern oder das Netzwerk für unbefugten Zugriff öffnen — insbesondere, wenn sie über Jahre unverändert bleiben.
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Gefahren durch Standardeinstellungen
Einer der häufigsten Fehler ist es, die werkseitigen Zugangsdaten beizubehalten. Laut BGR verwenden viele Router weiterhin einfache Kombinationen wie „admin“ als Benutzername und Passwort.
Es gibt zwei entscheidende Zugangsdaten: das WLAN-Passwort und den Zugang zum Admin-Bereich. Wenn eines davon unverändert bleibt, können Unbefugte leichter Zugriff erhalten.
Sobald Angreifer Zugriff haben, können sie den Datenverkehr überwachen, Einstellungen ändern oder Nutzer auf schädliche Webseiten umleiten.
Ignorierte Updates
Router erhalten wie andere Geräte Firmware-Updates, um Fehler zu beheben und Sicherheitslücken zu schließen. Dennoch deaktivieren einige Nutzer automatische Updates oder ignorieren sie vollständig.
Auch wenn das Gerät weiterhin funktioniert, kann veraltete Software bekannte Sicherheitslücken offen lassen.
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Experten empfehlen in der Regel, automatische Updates zu aktivieren oder regelmäßig nach neuer Firmware zu suchen, insbesondere bei älterer Hardware.
Komfortfallen
Funktionen, die den Komfort erhöhen sollen, können neue Risiken mit sich bringen. So kann das Deaktivieren von WLAN-Passwörtern oder das Aktivieren von WPS die Verbindung erleichtern.
Offene Netzwerke ermöglichen jedoch jedem in der Nähe den Zugriff und damit potenziell die Nutzung von Bandbreite oder den Zugriff auf Daten.
WPS, das Geräte per Knopfdruck verbindet, gilt ebenfalls als unsicher. In einigen Fällen kann der zugehörige PIN innerhalb weniger Stunden geknackt werden.
Platzierung ist entscheidend
Auch die physische Platzierung beeinflusst die Leistung. Router in geschlossenen Räumen oder in der Nähe von Störquellen können ein schwächeres Signal liefern.
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Eine offene, erhöhte Position fern von Geräten wie Mikrowellen kann die Abdeckung verbessern.
Schon kleine Anpassungen können zu höheren Geschwindigkeiten, stabileren Verbindungen und besserer Sicherheit führen.
Quellen: BGR, broadband