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Kiew greift das Herz von Russlands Luftverteidigungsnetz an

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U.S. Army National Guard photo by Staff Sgt. Amanda Johnson, Public domain, via Wikimedia Commons

Eine Welle von Angriffen Anfang März hat zentrale Elemente der russischen Militärinfrastruktur ins Visier genommen. Ukrainische Offizielle erklärten, die Kampagne habe darauf abgezielt, Systeme zu schwächen, die Truppen und Territorium vor Luftangriffen schützen.

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Die gemeldeten Schäden könnten, sofern bestätigt, neue Möglichkeiten für die ukrainischen Luftoperationen eröffnen, berichtet WP Tech.

Angegriffene Systeme

Das ukrainische Verteidigungsministerium erklärte, seine Streitkräfte hätten zwischen dem 1. und 15. März mehr als 20 Standorte angegriffen, die mit der russischen Luftverteidigung in Verbindung stehen.

Dazu gehörten laut einer offiziellen Mitteilung Raketensysteme, Radarstationen und elektronische Kampfführungssysteme.

„Vom 1. bis 15. März griffen die ukrainischen Verteidigungskräfte mehr als 20 Ziele an, die die russische Luftverteidigung unterstützen, darunter Flugabwehrraketensysteme, Radarsysteme und bedeutende Mittel der elektronischen Kampfführung (EW). Jedes zerstörte oder außer Gefecht gesetzte Luftverteidigungssystem, jede Radarstation oder jedes System der elektronischen Kampfführung schafft eine Lücke in der gegnerischen Luftverteidigung und eröffnet Raum für unsere Raketenangriffe und Luftoperationen“, teilte das Ministerium mit.

Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

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Zentrale Ausrüstung

Zu den genannten Systemen gehörten Pantsir-S1, Tor, Tor-M1, S-300, verschiedene Buk-Varianten sowie das S-400 Triumf.

Das Kurzstreckensystem Pantsir-S1 gilt als sowohl kostspielig als auch operativ wichtig, mit einem geschätzten Preis von 15 bis 20 Millionen US-Dollar pro Einheit.

Langstreckensysteme wie das S-400, die Flugzeuge in Entfernungen von bis zu 400 km bekämpfen können, gelten ebenfalls als zentral für Russlands gestaffeltes Luftverteidigungsnetz.

Schäden an solchen Systemen können die Abdeckung verringern und die Reaktionsfähigkeit einschränken.

Radarverluste

Die Ukraine meldete zudem Angriffe auf Radarsysteme, darunter Podlet-1K, Kasta-2E2 und Nebo-U, sowie auf Komponenten, die mit S-300-Batterien verbunden sind.

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„Ohne funktionierende Radare werden die gegnerischen Luftverteidigungen ‚blind‘, was es den Besatzern erschwert, schnell auf eingehende Bedrohungen zu reagieren“, fügte das ukrainische Verteidigungsministerium hinzu.

Analysten weisen darauf hin, dass die Störung von Radarsystemen ebenso bedeutsam sein kann wie die Zerstörung von Raketenwerfern, da sie die Erkennung und Koordination beeinträchtigt.

Dies kann selbst dann Schwachstellen schaffen, wenn Startsysteme intakt bleiben.

Auswirkungen auf das Gefechtsfeld

Militärexperten sagen, dass anhaltender Druck auf Luftverteidigungssysteme das Gleichgewicht im umkämpften Luftraum verschieben kann.

Lücken in der Abdeckung könnten effektivere Raketenangriffe und Luftoperationen ermöglichen.

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Der Gesamteffekt hängt jedoch von Russlands Fähigkeit ab, seine Systeme zu reparieren, zu ersetzen oder neu zu positionieren.

Die Lage bleibt dynamisch, da beide Seiten ihre Taktiken weiter anpassen.

Quellen: Ukrainisches Verteidigungsministerium, WPTech