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580-Millionen-Dollar-Mystery-Trades vor Trumps Post befeuern Insiderhandelsbefürchtungen

Oil prices go up
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Die globalen Ölmärkte stehen in den letzten Wochen unter starkem Druck, da geopolitische Spannungen die Versorgung unterbrechen und die Preise in die Höhe treiben.

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Sanktionen gegen russische Energieexporte und die nahezu vollständige Schließung der Straße von Hormus, einer wichtigen Route für etwa ein Fünftel des weltweiten Öls, haben Händler in einem zunehmend volatilen Umfeld zurückgelassen.

Vor diesem Hintergrund der Unsicherheit erregte ein plötzlicher Aktivitätsschub die Aufmerksamkeit der Investoren.

Plötzliche Marktbewegungen

Laut der Financial Times, zitiert von Digi24, wurden Öl-Futures im Wert von rund 580 Millionen Dollar gehandelt, kurz bevor Donald Trump über Verhandlungen mit dem Iran postete.

Die Transaktionen fanden innerhalb eines engen Zeitfensters statt, wobei zwischen 6:49 und 6:50 Uhr New Yorker Zeit etwa 6.200 Brent- und WTI-Kontrakte den Besitzer wechselten.

Nur wenige Minuten später, um 7:04 Uhr, schrieb Trump auf Truth Social über „produktive Gespräche“ mit Teheran, was einen Rückgang der Ölpreise und eine größere Marktvolatilität auslöste.

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Zeitliche Abfolge in Frage gestellt

Die zeitliche Nähe zwischen den Trades und der Ankündigung hat unter Marktbeobachtern zu Spekulationen geführt.

„Es ist schwierig, eine Kausalität zu beweisen, aber wir müssen uns fragen, wer zu diesem Zeitpunkt, 15 Minuten vor Trumps Post, relativ aggressiv Futures verkauft hätte“, sagte ein Stratege bei einer US-amerikanischen Maklerfirma.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, wer die Transaktionen durchgeführt hat oder ob mehrere Parteien beteiligt waren.

Wachsende Bedenken

Das Weiße Haus hat jeden Verdacht auf Fehlverhalten zurückgewiesen, aber einige Investoren sagen, die Episode passe in ein breiteres Muster.

Mehrere Hedgefonds haben auf wiederholte Fälle von großen Trades hingewiesen, die in den letzten Monaten im Vorfeld wichtiger politischer Ankündigungen der USA stattfanden.

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„Aus (seiner) Erfahrung an den Märkten in den letzten 25 Jahren ist das wirklich abnormal; jemand ist gerade erheblich reicher geworden“, sagte ein Portfoliomanager.

Analysten weisen darauf hin, dass selbst wenn die Trades nicht koordiniert waren, die Kombination aus hohem Volumen und unerwarteten politischen Nachrichten die Preisschwankungen verstärkte.

Widersprüchliche Signale

Zusätzlich zur Unsicherheit dementierte der iranische Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf, dass Verhandlungen mit Washington stattfinden würden.

„Fake News werden benutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die Vereinigten Staaten und Israel gefangen sind“, sagte er.

Der Widerspruch hat die Debatte darüber weiter angeheizt, ob die Märkte auf echte Entwicklungen oder irreführende Signale reagiert haben.

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Quellen: Financial Times, Digi24.