Der Krieg in der Ukraine hat Teile des Landes mit Waffen und Sprengstoffen überschwemmt.
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Während viele auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden, besteht das Risiko, dass andere in die falschen Hände geraten.
Behörden haben wiederholt davor gewarnt, dass militärisches Material weitab der Frontlinien wieder auftauchen kann, manchmal mit verheerenden Folgen.
Ein aktueller Fall zeigt, wie diese Gefahren in den Alltag übergreifen können, mit tragischen Ergebnissen.
Tödliches Paket
Behörden sagen, ein Soldat soll ein Lieferpaket in eine tödliche Vorrichtung verwandelt haben.
Die Explosion forderte ein Todesopfer, und zwei junge Kinder wurden verletzt.
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Der Vorfall ereignete sich in der Region Mykolajiw, wo ein 34-jähriger Soldat beschuldigt wird, eine in einem Paket versteckte Bombe an seine Familie geschickt zu haben, so Ukrinform, zitiert von Ziare.
Das Paket schien Lebensmittel und persönliche Gegenstände zu enthalten. Die Ermittler sagen jedoch, dass es einen selbst gebauten Sprengsatz verbarg.
Als das Paket geöffnet wurde, detonierte es und tötete die Frau des Mannes noch am Tatort.
Kinder verletzt
Die beiden Kinder des Paares, ein eineinhalbjähriges Mädchen und ein sechsjähriger Junge, wurden durch Splitter verletzt.
Sie wurden mit Verletzungen im Gesicht und am Körper ins Krankenhaus gebracht. Ärzte bestätigten später, dass ihr Leben nicht in Gefahr sei.
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Die Ermittler glauben, dass der Verdächtige das Paket sorgfältig vorbereitet hat, um keinen Verdacht zu erregen.
Er soll den Karton versiegelt und über Bekannte die Zustellung per Kurierdienst veranlasst haben.
Die Polizei konnte ihn kurz nach der Explosion aufspüren und festnehmen.
Waffen gefunden
Bei einer Durchsuchung des Hauses des Verdächtigen wurde ein großes Waffen- und Sprengstofflager entdeckt.
Die Behörden beschlagnahmten Granaten, TNT-Blöcke, Plastiksprengstoff, Zünder und Munition, die vermutlich aus militärischen Quellen stammen.
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Der Fund hat zu zusätzlichen Anklagen im Zusammenhang mit illegalem Waffenbesitz geführt.
Ein Gericht hat angeordnet, dass der Verdächtige ohne Kaution in Untersuchungshaft bleibt.
Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Gefängnis oder lebenslange Haft.
Beamte merkten an, dass der Fall die anhaltenden Risiken hervorhebt, die von Waffen ausgehen, die während der Kriegszeit im Umlauf sind.
Quellen: Ukrinform, Ziare