Die Schaffung eines neuen russischen Reiches durch den russischen Führer ist offenbar bereits im Gange.
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Putin hat auf der internationalen Bühne nur noch sehr wenige Freunde.
Tatsächlich glaubt ein ehemaliger Militärattaché in Moskau, dass Putin zunehmend verzweifelt versucht, globale Verbündete zu finden, nachdem enge russische Partner wie Maduro in Venezuela, das Assad-Regime in Syrien, der mögliche Fall des Regimes im Iran und der zunehmende Druck der USA auf Kuba an Einfluss verloren haben.
Dies sind nur einige Beispiele für erhebliche Schläge gegen Putins angeblichen „großen Plan“, eine neue multipolare Weltordnung zu schaffen, indem er eine russische Einflusssphäre wiederaufbaut und den amerikanischen Einfluss reduziert.
In dem Buch Putins Masterplan legt der Autor Douglas E. Schoen nahe, dass der russische Staatschef davon träumt, ein neues russisches Reich zu schaffen, indem er andere Länder wie die Ukraine übernimmt, um die Grenzen der ehemaligen Sowjetunion wiederherzustellen.
Und er könnte etwas entdeckt haben, da er eines seiner Nachbarländer „de facto“ annektiert hat – und es ist nicht die Ukraine.
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Annexion als Kooperation getarnt
In seinem Update vom 20. März zum Krieg in der Ukraine stellt das Institute for the Study of War (ISW) fest, dass der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko, ein langjähriger Verbündeter Wladimir Putins, weiterhin mögliche Wirtschaftsabkommen mit den USA diskutiert.
Er hebt jedoch auch die militärische Zusammenarbeit der Länder mit Russland und dem Iran hervor, und die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Belarus scheint sich auszuweiten.
In dem ISW-Update vom 23. März zum Krieg stellt die Denkfabrik fest, dass Russland seine militärische Präsenz in Belarus durch den Ausbau seiner ständigen Militärstützpunkte verstärkt. Dies ist wahrscheinlich Teil einer russischen Strategie, belarussisches Territorium zu nutzen, um Langstreckendrohnenangriffe auf die Ukraine zu starten.
Das ISW schätzt jedoch, dass Russland Belarus „de facto“ annektiert hat und das Territorium des Landes aktiv im Krieg gegen die Ukraine nutzt.
Der letzte Diktator Europas
Lukaschenko wurde 1994 zum Präsidenten von Belarus gewählt, als das Amt eingerichtet wurde. Er ist seither an der Macht geblieben und damit der dienstälteste europäische Präsident.
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Die Wahlen in Belarus wurden jedoch wiederholt als manipuliert und nicht internationalen Standards entsprechend beschrieben, wobei Maßnahmen gegen politische Oppositionelle regelmäßig vorkommen.
Als er im Jahr 2020 wiedergewählt wurde, erfasste eine Welle pro-demokratischer Proteste das Land, wobei die Behörden weit verbreitete Gewalt einsetzten, um sie zu unterdrücken.
Lukaschenko wird wegen seiner autoritären Herrschaft als „letzter Diktator Europas“ bezeichnet.
Quellen: Libertatea, Institute for the Study of War, Putins Masterplan von Douglas E. Schoen