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Ukraine trifft russisches Schiff im Wert von 200 Millionen Dollar fast 1.000 km entfernt

Zelensky
President Of Ukraine / Wiki Commons

Ein großer ukrainischer Angriff hat Berichten zufolge weit über die üblichen Frontlinien hinaus gereicht und ein strategisches russisches Ziel getroffen.
Der Vorfall deutet auf eine zunehmende operative Reichweite hin, da Kiew militärische Infrastruktur tief im Inneren Russlands ins Visier nimmt.

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Die Ukraine erklärte, sie habe bei einem Angriff fast 1.000 Kilometer von ihrem Staatsgebiet entfernt einen russischen militärischen Eisbrecher im Wert von über 200 Millionen US-Dollar beschädigt, berichtet Digi24.ro unter Berufung auf den Kyiv Independent. Das Schiff, identifiziert als „Pruga“, lag im baltischen Hafen Wyborg nahe der finnischen Grenze vor Anker.

In auf Telegram verbreiteten Bildern ist offenbar ein weißes Schiff zu sehen, das zwischen anderen Schiffen im Hafen zur Seite geneigt liegt.

Strategisches Ziel

Der ukrainische Generalstab erklärte, das Schiff habe eine Doppelfunktion erfüllt und sowohl als Eisbrecher als auch als kampffähiges Schiff gedient.

Es wurde Berichten zufolge vom Grenzschutzdienst des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB betrieben. Das russische Medium Paluba schätzte seinen Wert auf etwa 18 Milliarden Rubel, was rund 222 Millionen US-Dollar entspricht.

Sollte sich der Angriff bestätigen, wäre dies der erste bekannte erfolgreiche ukrainische Angriff auf ein russisches Militärschiff in der Ostsee seit Beginn der groß angelegten Invasion.

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Massive Drohnenwelle

Der Angriff war Teil einer groß angelegten Drohnenoperation, die mehrere Regionen in Russland zum Ziel hatte.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es habe 389 ukrainische Drohnen in 13 Regionen sowie auf der annektierten Krim abgefangen.

Trotz dieser Angaben erklärten ukrainische Behörden, dass während der Operation wichtige Ziele getroffen worden seien.

Weiterer Schaden

Lokale Behörden berichteten von Auswirkungen auf Zivilisten und Infrastruktur infolge der Angriffe.

Der Gouverneur der Region Leningrad, Alexandr Drosdenko, erklärte, dass auch ein Wohngebäude im Zentrum von Wyborg getroffen worden sei.

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Weiter südlich wurden Schäden an einem der größten Gasterminals Russlands im Hafen von Ust-Luga gemeldet, der gegenüber über dem Finnischen Meerbusen liegt.

Der ukrainische Generalstab erklärte auf Telegram, man werde „weiterhin wichtige feindliche Ziele angreifen“, bis „die bewaffnete Aggression gegen die Ukraine vollständig eingestellt ist“.

Quellen: Digi24.ro, Kyiv Independent, Paluba