Die globalen Energiemärkte stehen unter Spannung, da die Spannungen im Nahen Osten wichtige Versorgungsrouten bedrohen.
Moskau signalisiert nun eine strategische Neuausrichtung bei der Lieferung von Öl und Gas ins Ausland.
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Russland überprüft seine Exportwege für Kohlenwasserstoffe angesichts von Bedenken über eine mögliche Blockade der Straße von Hormus, erklärte Energieminister Sergej Ziwiljow laut Digi24.ro unter Berufung auf EFE und Agerpres.
„Was die Blockade der Straße (von Hormus) betrifft, verstehen wir alle, dass jede Lieferkette betroffen sein könnte. Daher überdenken wir die Energieversorgungsketten, die wir haben werden“, sagte Ziwiljow laut TASS.
Fokus verlagert sich näher
Der Minister deutete an, dass Russland künftig geografisch näher gelegene Länder priorisieren wird, um die Anfälligkeit für Störungen zu verringern.
Er erklärte, Moskau beabsichtige, sich aufgrund geringerer logistischer Risiken auf die Energieversorgung seiner „nächsten Nachbarn“ zu konzentrieren.
„Gleichzeitig werden wir jedoch die Logistik anderer Lieferungen von Erdölprodukten überprüfen“, fügte er hinzu.
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Der Schritt spiegelt breitere Bedenken hinsichtlich der Instabilität wider, die globale Schifffahrtsrouten beeinträchtigen könnte.
Globale Auswirkungen
Ziwiljow deutete an, dass das Problem über Russland hinausgeht und weitreichende Folgen für die internationalen Märkte haben könnte.
„Die ganze Welt wird ihre Lieferketten überdenken und die Risiken neu bewerten müssen. Ich denke, jeder untersucht diesen Aspekt eingehend“, sagte er.
Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheit über Energieflüsse durch einen der wichtigsten Transitkorridore der Welt.
Fokus auf Asien
Russland prüft zudem neue Vereinbarungen mit asiatischen Partnern, da sich die Nachfrage verlagert.
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Der Minister erklärte, Moskau habe mehrere Anfragen aus asiatischen Ländern erhalten, deren Lieferketten bereits unterbrochen wurden.
Gleichzeitig deutete Präsident Wladimir Putin an, dass Russland seine Kohlenwasserstoffexporte nach Europa weiter reduzieren oder sogar einstellen könnte, um sie stattdessen auf Länder umzulenken, die politisch näher stehen und bereit sind, langfristige Verträge abzuschließen.
Quellen: Digi24.ro, EFE, Agerpres, TASS