Ein Telegram-Kanal mit Sitz in Belgorod behauptete, dass die Luftschutzsirenen nach den Angriffen aktiviert wurden.
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Strengere Internetkontrollen in Russland beginnen, sich auf mehr als nur den Online-Zugang auszuwirken.
In den Grenzregionen sagen Beamte, dass die Beschränkungen nun kritische Sicherheitssysteme beeinträchtigen.
Anwohner in der Nähe der Ukraine berichten über Lücken bei den Luftwarnungen, was Bedenken hinsichtlich der Vorbereitung der Gemeinden auf Angriffe aufwirft – und sogar darüber, dass Luftschutzsirenen erst nach dem Angriff ertönen.
Wachsende Besorgnis
Laut dem Institute for the Study of War (ISW) sagte der Gouverneur der Oblast Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, am 23. März, dass die Einwohner keine Raketenalarm-Push-Benachrichtigungen über die staatlich kontrollierte Messaging-App Max aktivieren können.
Seiner Aussage zufolge ist dieses Problem zu einer der dringendsten Herausforderungen für die Region geworden.
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Gladkow erklärte, dass Russlands Raketen- und Drohnenwarnnetzwerk stark auf Push-Benachrichtigungen angewiesen ist, ähnlich wie sie auf Plattformen wie Telegram verwendet werden.
Das ISW weist darauf hin, dass Einwohner ohne zuverlässigen Zugang zu diesen Warnmeldungen möglicherweise keine rechtzeitigen Warnungen bei bevorstehenden Angriffen erhalten.
Verpasste Warnungen
Ein lokaler Telegram-Kanal aus der russischen Grenzregion Belgorod berichtete am 25. März, dass einige Einwohner während der ukrainischen Angriffe in der Nacht keine Warnmeldungen erhalten haben, wie das ISW berichtet.
Diesen Berichten zufolge ertönten die Luftschutzsirenen erst, nachdem bereits Explosionen stattgefunden hatten.
Die Einwohner sagten auch, dass sie selbst während der Abschaltung des mobilen Internets Schwierigkeiten hatten, auf genehmigte Anwendungen zuzugreifen, was ihre Möglichkeiten, Informationen zu erhalten, weiter einschränkte.
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Systemverzögerungen
Ein russischer Militärblogger behauptete, dass die Internetbeschränkungen die Warnsysteme verlangsamen, die zuvor mit höchster Effizienz gearbeitet hatten.
Der Blogger fügte hinzu, dass Verzögerungen bei den Benachrichtigungen die Menschen daran hindern, rechtzeitig Schutzräume zu erreichen, was die Risiken bei Angriffen erhöht.
Laut ISW verdeutlicht die Situation eine wachsende Spannung zwischen der Verschärfung der staatlichen Kontrolle über das Internet und der Aufrechterhaltung effektiver Notfallkommunikationssysteme in von Konflikten betroffenen Gebieten.
Quellen: Regionale Beamte, Telegram-Berichte, Institute for the Study of War