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Putin zwingt russische Unternehmen, zwei Mitarbeiter für den Krieg zu nominieren

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Dmitriy Kandinskiy / Shutterstock.com

Russlands hohe Verluste auf dem Schlachtfeld setzen den Kreml zunehmend unter Druck, neue Soldaten zu finden.

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Russische Streitkräfte haben in den letzten Wochen täglich etwa 1.000 Soldaten verloren, was die Notwendigkeit, Truppen zu ersetzen, verstärkt.

Neue Rekrutierungsoffensive

Laut einem Bericht von Ziare.com wurden Unternehmen in der russischen Region Rjasan angewiesen, Mitarbeiter als potenzielle Rekruten für den Militärdienst vorzuschlagen.

Die von Gouverneur Pawel Malkow unterzeichnete Anweisung verpflichtet Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern, bis zum 20. September mindestens zwei Mitarbeiter als „Kandidaten“ für eine vertragliche Verpflichtung zu benennen. Die Anforderung steigt mit der Unternehmensgröße, wobei von größeren Unternehmen erwartet wird, dass sie mehr Namen einreichen.

Die Richtlinie gilt sowohl für private als auch für staatliche Unternehmen und signalisiert eine breitere Anstrengung, den Wirtschaftssektor in die Aufrechterhaltung des Rekrutierungsniveaus einzubeziehen.

Druck wächst

Während die Anordnung keine klaren Strafen für die Nichteinhaltung vorsieht, verweist sie auf frühere Kriegserlasse, die von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet wurden. Nach regionalen Vorschriften könnten Unternehmen, die solche Maßnahmen behindern, mit Geldstrafen von bis zu einer Million Rubel belegt werden.

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Offizielle Stellen betonen, dass der Vertragsdienst weiterhin freiwillig ist. Analysten sagen jedoch, dass der Schritt den zunehmenden Druck widerspiegelt, die Truppenstärke aufrechtzuerhalten, während der Krieg andauert.

Moskaus eigenen Angaben zufolge haben im vergangenen Jahr mehr als 420.000 Menschen Militärverträge unterzeichnet, obwohl sich die Rekrutierung in großen städtischen Zentren Berichten zufolge verlangsamt.

Wirtschaftliche Belastung

Der verstärkte Fokus auf die Mobilisierung erhöht auch die Belastung der russischen Wirtschaft. Experten warnen vor einer Zunahme des Arbeitskräftemangels, wobei Prognosen ein Defizit von bis zu 11 Millionen Arbeitskräften bis 2030 erwarten lassen.

Gleichzeitig versucht der Kreml, seine Streitkräfte deutlich zu erweitern und strebt 1,5 Millionen aktive Soldaten und mehr als 2,3 Millionen einschließlich des Hilfspersonals an.

Die Verteidigungsausgaben sind bereits stark gestiegen und erreichen im Jahr 2025 rund 6,3 Prozent des BIP, ein Wert, der selbst unter den derzeitigen Sicherheitsbedingungen als hoch gilt.

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Quellen: Ziare.com