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China übernimmt Führung beim Laden von E-Autos mit Zeiten unter 10 Minuten

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Gabriel Nica / Shutterstock.com

Lynk & Co gibt an, dass sein neues Elektroauto in weniger als neun Minuten nahezu vollständig geladen werden kann — ein Zeichen dafür, dass China im globalen Rennen um ultraschnelles Laden die Führung übernimmt.

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Die Ladezeiten für Elektrofahrzeuge sinken deutlich, während chinesische Hersteller sich der Geschwindigkeit des Tankens eines Benzinfahrzeugs annähern.

Ein neues Modell des zu Geely gehörenden Herstellers Lynk & Co zeigt, wie schnell sich die Technologie entwickelt — und wie sich der globale Wettbewerb beschleunigt.

Laut Angaben von Lynk & Co kann die Elektrolimousine 10+ unter optimalen Bedingungen in etwas mehr als fünf Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden und in weniger als neun Minuten 97 Prozent erreichen.

Das Fahrzeug nutzt ein 900-Volt-Batteriesystem, das Ladeleistungen von über 1,1 Megawatt ermöglicht.

Ladegeschwindigkeiten steigen stark

Der Durchbruch ist Teil eines breiteren Trends in China, die Ladezeiten auf wenige Minuten zu reduzieren.

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BYD hat bereits Megawatt-Ladung demonstriert und gibt an, in fünf Minuten etwa 400 Kilometer Reichweite hinzufügen zu können. Die neuesten Angaben von Lynk & Co deuten darauf hin, dass sich diese Fähigkeiten weiter verbreiten.

Solche Leistungen hängen nicht nur vom Fahrzeug ab, sondern auch von ultraschnellen Ladestationen, die mehr als 1 Megawatt liefern können — eine Technologie, die in den meisten Märkten noch begrenzt ist.

Grenzen im Alltag

Die Angaben von Lynk & Co basieren auf kontrollierten Bedingungen mit Hochleistungsinfrastruktur.

In der Praxis können Ladegeschwindigkeiten je nach Temperatur, Batteriezustand und Netzkapazität variieren.

Zudem bestehen weiterhin Fragen zur langfristigen Haltbarkeit der Batterien bei wiederholtem ultraschnellem Laden sowie dazu, ob solche Geschwindigkeiten für die meisten Nutzer überhaupt notwendig sind.

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Globale Auswirkungen

Chinas schneller Fortschritt vergrößert den Abstand zu anderen Regionen, insbesondere zu den USA, wo sich Infrastruktur und Ladegeschwindigkeiten langsamer entwickelt haben.

Europa dürfte zum nächsten zentralen Wettbewerbsfeld werden, da chinesische Hersteller expandieren und ihre Schnellladetechnologie mitbringen.

Sollten sich diese Technologien durchsetzen, könnten sie eines der größten Hindernisse für die Verbreitung von Elektroautos — die Ladezeit — deutlich reduzieren und zugleich den Wettbewerb in der globalen Automobilindustrie verändern.

Quellen: Lynk & Co

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