Die Rekrutierungszahlen sinken trotz Rekord-Einstellungsprämien.
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Eine neue Analyse deutet auf eine zunehmende Belastung der russischen Bemühungen zur Militärrekrutierung hin.
Da die Verluste steigen, deuten neue Daten darauf hin, dass sich trotz steigender finanzieller Anreize weniger Freiwillige den Reihen anschließen.
Und laut einer Open-Source-Bewertung, die vom Institute for the Study of War (ISW) zitiert wird, bewegen sich die Rekrutierungstrends in die entgegengesetzte Richtung der Bedürfnisse auf dem Schlachtfeld.
Sinkende Zahlen
Der Wirtschaftswissenschaftler Janis Kluge von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) berichtete am 12. April, dass Russland im ersten Quartal 2026 täglich zwischen 800 und 1.000 Soldaten rekrutiert hat.
Das ist ein Rückgang gegenüber 1.000 bis 1.200 pro Tag im gleichen Zeitraum im Jahr 2025, was einem Rückgang von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
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Kluge stellte außerdem fest, dass selbst Rekord-Einstellungsprämien von durchschnittlich 1,47 Millionen Rubel im März 2026 die Verlangsamung nicht aufhalten konnten.
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Steigende Verluste
Anhand von Daten des russischen Finanzministeriums schätzte Kluge, dass Entschädigungen an Familien von etwa 25.000 Soldaten gezahlt wurden, die Anfang 2026 getötet wurden.
Dies steht im Vergleich zu etwa 20.000 Todesfällen im ersten Quartal 2025 und fast 10.000 im Jahr 2024, was auf einen starken Anstieg der Verluste hindeutet.
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Das ISW wies darauf hin, dass es die Zahlen nicht unabhängig überprüfen konnte, sagte aber, dass sie mit umfassenderen Indikatoren für die Belastung der Arbeitskräfte übereinstimmen.
Zunehmender Druck
Die ukrainische Initiative „Ich will leben“ berichtete, dass Russland etwa 940 Soldaten pro Tag rekrutierte, was in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 insgesamt etwa 80.456 Soldaten entspricht.
Dies liegt unter den 1.100 bis 1.150 täglich rekrutierten Soldaten, die erforderlich sind, um das Jahresziel von 409.000 Vertragssoldaten zu erreichen.
Ukrainische Daten deuten auch darauf hin, dass die russischen Verluste im gleichen Zeitraum etwa 85.290 erreichten und damit die Rekrutierungen überstiegen.
Ausweitung der Bemühungen
Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am 10. April, dass Russland möglicherweise strategische Reserven einsetzt, um Verluste und ukrainische Gegenangriffe auszugleichen.
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Inzwischen deuten Berichte darauf hin, dass mindestens 12 russische Regionen die Prämien seit Mitte Februar um bis zu 80 Prozent erhöht haben.
Das ISW beobachtete auch verstärkte verdeckte Mobilisierungsbemühungen, die auf Unternehmen und Universitäten abzielten.
Quellen: Institute for the Study of War, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), ukrainische Beamte
