Startseite Nachrichten Wissenschaftler streben mit einer komplexen neuen Maschine nach nahezu unbegrenzter...

Wissenschaftler streben mit einer komplexen neuen Maschine nach nahezu unbegrenzter Energie

Forsker-Scientists
Shutterstock.com

Wissenschaftler streben mit einer komplexen neuen Maschine nach nahezu unbegrenzter Energie

Ein Unternehmen ist der Ansicht, dass ein komplexes Design letztlich einfache, zuverlässige Energie liefern könnte, berichtet die BBC.

Ein anderer Ansatz

Proxima Fusion, ein deutsches Start-up, entwickelt eine Maschine, die saubere, nahezu unbegrenzte Energie erzeugen soll.

Laut BBC konzentriert sich das Unternehmen auf einen Reaktortyp namens Stellarator, anstatt auf das weiter verbreitete Tokamak-Design.

Fusion funktioniert durch das Verschmelzen von Wasserstoffkernen, wobei große Energiemengen freigesetzt werden – ähnlich wie bei dem Prozess, der die Sonne antreibt.

Die BBC berichtete, dass die Nachbildung dieser Reaktion auf der Erde extrem hohe Temperaturen und eine präzise Kontrolle von überhitztem Plasma erfordert.

Komplex konstruiert

Im Gegensatz zum ringförmigen Tokamak nutzt ein Stellarator eine deutlich komplexere Struktur mit verdrehten Magnetfeldern.

Laut BBC ist das System dadurch schwieriger und teurer zu bauen, aber potenziell einfacher im Betrieb, sobald es läuft.

Francesco Sciortino, Geschäftsführer von Proxima, beschrieb den Unterschied zwischen den Konzepten in einfachen Worten.

„Ein Stellarator ist etwas, das objektiv sehr schwer zu entwerfen und sehr schwer zu bauen ist. Aber wenn man es schafft, ist es eine einfache Maschine … wie ein Mikrowellenofen.“

Wettlauf um die Fusion

Das Projekt mit dem Namen Alpha zielt darauf ab, mehr Energie zu erzeugen, als es verbraucht – ein entscheidender Meilenstein für die Fusionsenergie.

Laut BBC hat Proxima bereits erhebliche Finanzierung gesichert und sucht weitere Investitionen, um die Entwicklung fortzusetzen.

Das Unternehmen ist eines von mehr als 50 Teams weltweit, die an Fusions-Technologien arbeiten und jeweils unterschiedliche Ansätze verfolgen.

Die BBC berichtete, dass konkurrierende Projekte, darunter das britische Tokamak-basierte STEP-Programm, auf einfachere magnetische Strukturen mit etablierter Forschungsbasis setzen.

Technische Herausforderung

Der Bau der komplexen Magnete, die für einen Stellarator erforderlich sind, bleibt eine der größten Hürden.

Sciortino sagte: „Der erste Magnet, den wir herstellen, wird sehr kompliziert und sehr teuer sein. Aber können wir ihn schneller bauen, als man erwarten würde, und können wir die Kosten senken?“

Laut BBC setzt Proxima auf die Fertigungskompetenz Europas, insbesondere in der Präzisionsbearbeitung, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Das Unternehmen will die Entwicklungszeiten verkürzen und strebt eine schnellere Umsetzung als frühere Projekte an.

Zukünftiges Potenzial

Bei Erfolg könnte die Fusion reichlich Strom ohne CO₂-Emissionen liefern.

Laut BBC bewegt sich die Branche insgesamt derzeit von theoretischer Forschung hin zur praktischen Energieerzeugung.

„Dies ist kein Wettlauf mit nur einem Ansatz, sondern eine Reihe von Konzepten mit unterschiedlichen Kompromissen. Die eigentliche Frage ist jetzt nicht, welches Konzept am interessantesten ist, sondern welches glaubwürdig ein Kraftwerk liefern kann.“

Trotz der Hürden deutet die zunehmende Dynamik darauf hin, dass die Fusion einer realistischen Energiequelle näherkommt.

Quellen: BBC