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Putin behauptet, der Westen “verliert an Führung”, während er eine “neue Weltordnung” vorstellt

Vladimir Putin
Official website of the President of Russia / Wiki Commons

Westliche Beamte und Medien haben Russlands Wirtschaft wiederholt als durch Sanktionen und Krieg geschwächt dargestellt.

Der Kreml hat diese Darstellung stets zurückgewiesen, und nun wendet Präsident Wladimir Putin das Argument gegen den Westen.

Angebliche Machtverschiebungen

In einer Videoansprache an die Teilnehmer des internationalen Forums „Open Dialogue“ sagte Putin, westliche Länder verlören allmählich ihre dominante Rolle.

„Frühere Ansätze sowie etablierte Normen und Regeln in Wirtschaft und internationalen Beziehungen verlangsamten sich allmählich, unter anderem aufgrund der Handlungen westlicher Länder, die ihre Führungsrollen verlören und neuen Wachstumszentren, dem Globalen Süden, Platz machten“, sagte er.

Er argumentierte, dies spiegele eine umfassendere Transformation der globalen Machtverteilung wider.

Aufstieg neuer Zentren

Putin sagte, ein komplexeres, multipolares System entstehe, wobei Länder größere Unabhängigkeit bei der Gestaltung ihrer eigenen Entwicklung anstrebten.

Ihm zufolge wollten Nationen zunehmend Souveränität priorisieren und ihre eigenen Wege ohne externen Druck wählen.

Er deutete an, dass sich der Einfluss hin zu Ländern verschiebe, die nationale Kontrolle über wirtschaftliche und politische Entscheidungen betonten.

Aufruf zur Zusammenarbeit

Der russische Präsident betonte zudem, dass globale Herausforderungen nicht von einem einzelnen Land allein bewältigt werden könnten.

„Offensichtlich könne sich kein einziges Land allein entwickeln – weder auf Kosten anderer Nationen noch zu deren Nachteil“, sagte er.

Er fügte hinzu, dass Zusammenarbeit und gemeinsame Anstrengungen unerlässlich seien, um auf moderne globale Probleme zu reagieren.

Vision für die Zukunft

Putin sagte, ein stabiles globales System müsse auf Gleichheit und gegenseitigem Respekt zwischen den Nationen aufgebaut werden.

„Es könne nur ein nachhaltiges und faires Modell globaler Entwicklung geben, wenn es auf den Prinzipien der Gleichheit und des gegenseitigen Respekts basiere und die Interessen aller Länder berücksichtige“, sagte er.

„Es sei wichtig, die gesamte globale Entwicklungsplattform so auszurichten, dass jeder überall auf der Erde das Recht auf eine erfolgreiche Zukunft habe, seinen eigenen Weg wählen und seine Wahl Schritt für Schritt in die Praxis umsetzen könne“, fügte er hinzu.

Quellen: TASS