Startseite Krieg Putin verspricht Atomraketen-Einsatz – zum siebten Mal

Putin verspricht Atomraketen-Einsatz – zum siebten Mal

Russia, nuclear
Shutterstock

Die Entwicklung hochmoderner Militärhardware ist ein unglaublich schwieriger Prozess.

Dies erfordert unter anderem massive finanzielle Investitionen.

Wenn sich Produktionszeitpläne über ein Jahrzehnt erstrecken, beginnen Bürger natürlich, die offizielle Darstellung zu hinterfragen.

Ein bekanntes Versprechen

Der russische Präsident Wladimir Putin feierte kürzlich im nationalen Fernsehen einen angeblich erfolgreichen Waffentest.

Er kündigte an, dass die mit Spannung erwartete Interkontinentalrakete Sarmat sehr bald die Streitkräfte erreichen werde.

Laut der von United24media zitierten The Moscow Times erhielt der Staatschef die gute Nachricht während eines Videoanrufs am 12. Mai.

Der Kommandeur der Strategischen Raketentruppen, Sergey Karakaev, berichtete, dass der jüngste Start ihre strukturellen und technologischen Entwürfe vollständig bestätigt habe.

Der russische Staatschef lobte die zerstörerische Waffe während der öffentlichen Übertragung ausgiebig. Putin beschrieb die Sarmat als „das mächtigste Raketensystem der Welt“ und behauptete, sie besitze eine enorme Reichweite von über 35.000 Kilometern.

Kreml-Sprecher Dmitry Peskov bestätigte gegenüber Reportern, dass Moskau die Vereinigten Staaten und andere ausländische Regierungen erfolgreich über den Start informiert habe. Das massive Waffensystem ist darauf ausgelegt, veraltete sowjetische Hardware aus den 1980er-Jahren zu ersetzen.

Die Verzögerungen zählen

Der Produktionszeitplan für dieses spezifische Waffensystem ist unglaublich chaotisch. Die The Moscow Times merkt an, dass dies tatsächlich das siebte Mal ist, dass Putin den Einsatz der Rakete versprochen hat, seit die ursprüngliche Entwicklung im Jahr 2013 begann.

Regierungsvertreter behaupteten ursprünglich, die fortschrittliche Hardware würde bereits im Jahr 2020 in den aktiven Dienst gestellt. Der Präsident versprach später den Einsatz bis Ende 2023 und behauptete dann Anfang 2024, dass Fronttruppen die Waffen bereits besäßen.

Er war gezwungen, diese kühnen Aussagen im vergangenen Herbst erheblich zurückzunehmen. Putin gab im Oktober 2025 zu, dass „sie [Sarmat] bei uns noch nicht im Dienst ist“, während er darauf bestand, dass sie „bald in Dienst gestellt werden“ würde.

Nun besteht der Oberbefehlshaber darauf, dass die Hardware „wirklich geliefert werden“ soll in die Region Krasnojarsk bis Ende 2026.

Explosionen und Verhaftungen

Der umfangreiche Entwicklungsprozess war von massiven und höchst peinlichen strukturellen Fehlern geprägt.

Die The Moscow Times berichtet, dass die fortschrittliche Rakete bei hochkarätigen Tests in den Jahren 2024 und 2025 tatsächlich zweimal explodierte.

Eine Rakete detonierte bekanntermaßen im September 2024 direkt in ihrem Testsilo. Ein weiterer Test stürzte unmittelbar nach dem Start ab, zerstörte die Anlage vollständig und hinterließ einen riesigen siebzig Meter großen Krater.

Die primäre Produktionsanlage sieht sich derzeit ebenfalls mit ernsthaften rechtlichen Problemen konfrontiert.

Staatliche Behörden verhafteten gerade Alexander Gavrilov, der als Generaldirektor des Krasmash-Produktionswerks, das die Waffen herstellt, tätig war.

Die Polizei schickte den obersten Fabrikchef letzte Woche direkt in eine Untersuchungshaftanstalt. Regierungsvertreter halten den Rüstungsunternehmer derzeit wegen sehr schwerwiegender Veruntreuungsanklagen fest.

Quellen: The Moscow Times, United24media