Der Krieg zwischen den USA, dem Iran und Israel scheint noch lange nicht vorbei zu sein.
Neue Zweifel kommen bezüglich Donald Trumps wiederholter Behauptungen auf, dass Irans militärische Infrastruktur nach monatelangen eskalierenden Konflikten im Nahen Osten verwüstet worden sei.
Neue Einschätzungen, die von amerikanischen Medien zitiert werden, legen nahe, dass wichtige iranische Raketenanlagen möglicherweise noch immer einsatzbereit sind, trotz früherer Erklärungen aus Washington, die Teherans Fähigkeiten als effektiv zerstört beschrieben.
Militäranalysten befürchten nun, dass die Diskrepanz zwischen öffentlicher Kommunikation und der Realität auf dem Schlachtfeld laufende Verhandlungen zur Beendigung des Krieges erschweren könnte.
Raketenstandorte könnten noch aktiv sein
Berichte von Beamten, die mit Geheimdienstinformationen vertraut sind, deuten darauf hin, dass der Iran weiterhin Zugang zu einem Großteil seiner Raketeninfrastruktur nahe der Straße von Hormus hat.
Die strategisch wichtige Wasserstraße bleibt eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt und spielt eine entscheidende Rolle im globalen Öltransport.
Den jüngsten Erkenntnissen zufolge wird angenommen, dass nur eine geringe Anzahl iranischer Raketenanlagen entlang der Meerenge vollständig unbrauchbar ist.
„In einigen Fällen können sie Raketen direkt von Startrampen abfeuern, die Teil der Anlagen sind. Nur drei der Raketenstandorte entlang der Meerenge bleiben den Einschätzungen zufolge völlig unzugänglich“, heißt es in Berichten, die von der The New York Times zitiert werden.
Militärexperten glauben, dass einige mobile Startsysteme frühere Angriffe überlebt haben könnten und weiterhin amerikanische Seestreitkräfte in der Region bedrohen könnten.
Wachsende Sorgen über mögliches Friedensabkommen
Der Druck auf das Weiße Haus, nach monatelangen Kämpfen zwischen dem Iran, Israel und den Vereinigten Staaten eine diplomatische Lösung zu finden, hat stetig zugenommen.
Der Konflikt hat bereits weitreichende Opfer gefordert und die Energiemärkte in Aufruhr versetzt, nachdem Störungen nahe der Straße von Hormus die Ölpreise stark ansteigen ließen.
Kritiker in Washington und Israel befürchten Berichten zufolge, dass Trump letztendlich einem Kompromissabkommen zustimmen könnte, das es Teilen des iranischen Atomprogramms erlaubt, intakt zu bleiben.
Israelische Beamte, die anonym gegenüber amerikanischen Medien sprachen, deuteten an, dass die Befürchtung wachse, die Verhandlungen könnten mit Last-Minute-Zugeständnissen der Vereinigten Staaten enden.
Weißes Haus beharrt auf Irans Schwächung
Beamte der Trump-Regierung weisen weiterhin Behauptungen zurück, der Iran verfüge noch über nennenswerte militärische Stärke.
Vertreter des Weißen Hauses argumentieren, dass Irans Raketenproduktionsfähigkeit und Marineanlagen während des Konflikts katastrophale Schäden erlitten hätten.
„Sie werden jetzt durch die Operation Economic Fury wirtschaftlich stranguliert und verlieren täglich 500 Millionen US-Dollar dank der erfolgreichen Blockade iranischer Häfen durch das US-Militär“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Olivia Wales.
Regierungsbeamte bestehen auch darauf, dass Washington in zukünftigen Verhandlungen eine überwältigende Verhandlungsposition behält, und verweisen auf Sanktionen, militärischen Druck und wirtschaftliche Isolation als Beweis dafür, dass Teherans Position weiterhin schwächer werde.
Die Kämpfe zeigen jedoch trotz monatelanger Militäroperationen und diplomatischer Manöver hinter den Kulissen kaum Anzeichen, vollständig aus der Region zu verschwinden.