NASA arbeitet an einem Projekt, das die Betankung von Raumfahrzeugen bei Langstreckenmissionen grundlegend verändern könnte.
NASA arbeitet an einem Projekt, das die Betankung von Raumfahrzeugen bei Langstreckenmissionen grundlegend verändern könnte.
Laut BGR entwickelt die Behörde Technologien, die eines Tages Tankstationen im tiefen Weltraum für Missionen zu Zielen wie dem Mars ermöglichen könnten.
Betankung im All
Seit 2021 arbeitet NASA gemeinsam mit Kryotechnik-Ingenieuren von Eta Space an einem Projekt namens Liquid Oxygen Flight Demonstration, auch bekannt als LOXSAT.
Die Mission soll Technologien zum Management kryogener Flüssigkeiten testen, mit denen extrem kalte Treibstoffe wie Wasserstoff und flüssiger Sauerstoff über lange Zeit sicher im Weltraum gelagert werden können.
Der Demonstrationsflug soll derzeit spätestens bis zum 17. Juli 2026 starten.
Stationen im tiefen Weltraum
NASA hat bereits zuvor mit robotischen Betankungssystemen auf der Erde und an Bord der Internationalen Raumstation experimentiert.
Das LOXSAT-Team hofft nun, „Tankstellen“ im tiefen Weltraum zu platzieren, damit Raumfahrzeuge auf langen Reisen nachtanken können, anstatt den gesamten Treibstoff bereits beim Start mitzunehmen.
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, kryogene Treibstoffe weit entfernt von der Erde ausreichend kalt zu halten.
Hightech-Mission
NASA will leistungsstarke Supercomputer einsetzen, um die 11 Technologien zum Management kryogener Flüssigkeiten während der geplanten neunmonatigen Demonstration zu koordinieren und zu überwachen.
Das Projekt erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit nach dem Erfolg der Artemis-II-Mission Anfang dieses Jahres.
Laut Forschern könnten Fortschritte bei der Weltraum-Betankung zukünftige bemannte Missionen in den tiefen Weltraum deutlich beschleunigen.
Quellen: BGR, NASA