Max Verstappen sagt, die neue Hybrid-Formel 1 fühle sich eher wie „Mario Kart“ als wie echte Formel 1 an.
Die neuen Hybridregeln der Formel 1 sorgen bereits für heftige Debatten innerhalb der Serie, während sich Teams und Fahrer an einen deutlich stärkeren Fokus auf Elektrifizierung und Batteriemanagement anpassen müssen.
Laut ESPN hat sich Max Verstappen zu einem der schärfsten Kritiker der neuen Ära entwickelt, die für die Saison 2026 eingeführt wurde.
Neue Richtung
Die aktualisierten Regeln führten eine 50:50-Aufteilung zwischen Verbrennungskraft und elektrischer Energie ein, während die Formel 1 ihre langfristigen Nachhaltigkeitsziele weiter vorantreibt.
Die Fahrer verbringen nun deutlich mehr Zeit damit, Batterieeinsatz und Energierückgewinnung während der Rennen zu steuern, was Rennstrategie und Überholmanöver grundlegend verändert.
Verstappen stellte wiederholt infrage, ob das neue System noch traditionelle Formel-1-Rennen widerspiegele.
„Es fühlt sich eher wie Formula E auf Steroiden an“, sagte er während der Vorsaisontests.
Strategische Duelle
Eine der größten Veränderungen unter den neuen Regeln betrifft die Art und Weise, wie Fahrer Positionen angreifen und verteidigen.
Der richtige Zeitpunkt für den Batterieeinsatz spielt nun eine entscheidende Rolle beim Überholen, wobei Fahrer je nach verfügbarer elektrischer Energie oft mehrfach die Positionen tauschen.
Nach dem Großen Preis von China kritisierte Verstappen den neuen Rennstil und verglich ihn mit „Mario Kart spielen“.
„Es ist immer noch schrecklich“, sagte er. „Das ist kein Racing.“
Unterschiedliche Meinungen
Während Verstappen äußerst kritisch bleibt, sehen mehrere andere Fahrer die neuen Regeln deutlich positiver.
Lewis Hamilton lobte das Rennen nach China und sagte, die Kämpfe an der Spitze hätten spannende Rad-an-Rad-Duelle geliefert.
Fernando Alonso und Lando Norris äußerten jedoch ebenfalls Bedenken über die wachsende Bedeutung von Batteriemanagement und Energiesparstrategien.
Auch die Fans sind online gespalten: Einige genießen die unvorhersehbaren Rennen, während andere meinen, die Serie wirke inzwischen zu künstlich.
Größere Sorgen
Verstappens Frust kommt in einer schwierigen Phase für Red Bull, da Mercedes und Ferrari unter den neuen Regeln stärker wirken.
Einige Rivalen glauben, dass Red Bulls mangelnde Wettbewerbsfähigkeit Verstappens Ärger zusätzlich verstärkt, obwohl der Niederländer betont, dass seine Kritik die zukünftige Ausrichtung der Formel 1 betreffe.
Er deutete sogar an, die Serie irgendwann verlassen zu können, falls ihm das Racing keinen Spaß mehr mache.
„Wenn man seinen Sport nicht mehr genießt, fühlt es sich für einen Rennfahrer nicht natürlich an“, sagte Verstappen.
Quellen: ESPN, Formula 1, FIA