Startseite Nachrichten EU verurteilt Russlands jüngsten Angriff auf Kyjiw: „Darauf ausgelegt, so...

EU verurteilt Russlands jüngsten Angriff auf Kyjiw: „Darauf ausgelegt, so viele Zivilisten wie möglich zu töten“

Kaja Kallas speaking at a Ministerial Meeting on European Security and Ukraine
© European Union, 2025, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Russlands jüngsten Angriff auf Kyjiw als „abscheulichen Terrorakt“ verurteilt, der darauf abziele, Zivilisten einzuschüchtern.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Russlands jüngsten groß angelegten Angriff auf Kyjiw scharf verurteilt und Moskau beschuldigt, gezielt Zivilisten anzugreifen.
Die Äußerungen erfolgten, nachdem ukrainische Behörden von einem der größten kombinierten Raketen- und Drohnenangriffe seit Beginn des Krieges berichtet hatten.

Verurteilung durch die EU

Laut Digi24 unter Berufung auf Agerpres bezeichnete Kallas die jüngsten russischen Angriffe als „abscheuliche Terrorakte“.

„Russland steckt auf dem Schlachtfeld in einer Sackgasse fest und terrorisiert deshalb die Ukraine mit gezielten Angriffen auf Stadtzentren“, schrieb sie auf X.

„Dies sind abscheuliche Terrorakte, die darauf ausgelegt sind, so viele Zivilisten wie möglich zu töten“, fügte Kallas hinzu.

Die Angriffe trafen Wohngebiete in Kyjiw während der nächtlichen Bombardierungen von Samstag auf Sonntag.

Sorgen über Raketen

Kallas reagierte auch auf Berichte, wonach Russland bei dem Angriff möglicherweise eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete eingesetzt habe.

Laut Digi24 erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Waffe sei bei den jüngsten Angriffen eingesetzt worden.

„Moskaus angeblicher Einsatz von Oreschnik-Mittelstreckenraketensystemen, die für den Transport nuklearer Sprengköpfe ausgelegt sind, ist eine politische Einschüchterungstaktik und eine rücksichtslose Politik nuklearer Risiken“, sagte Kallas.

Das Raketensystem hat wegen seiner potenziellen nuklearen Fähigkeiten besondere Aufmerksamkeit erregt.

Massiver Angriff

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe während des Angriffs rund 690 Luftwaffenmittel eingesetzt, darunter Drohnen und mehrere Raketentypen.

Beamte erklärten, die ukrainische Luftverteidigung habe 549 Drohnen zerstört und 55 Raketen abgefangen.

Nach Angaben ukrainischer Behörden war Kyjiw das Hauptziel der Bombardierungskampagne.

Die Angriffe verursachten Schäden in mehreren Teilen der Hauptstadt.

Mehr Druck auf Moskau

Kallas erklärte, die EU-Außenminister würden bei einem bevorstehenden informellen Treffen in Zypern zusätzliche Maßnahmen gegen Russland erörtern.

Laut Digi24 werden europäische Vertreter voraussichtlich darüber beraten, wie der internationale Druck auf Moskau angesichts des anhaltenden Krieges erhöht werden könne.

Die EU hat Russland wiederholt vorgeworfen, zivile Infrastruktur gezielt anzugreifen und bei Angriffen auf ukrainische Städte Terrortaktiken einzusetzen.

Quellen: Digi24, Agerpres, Ukrainian Air Force