Die Ukraine hat ihre Verbündeten aufgefordert, die militärische Unterstützung zu verstärken, nachdem Russland einen der größten Drohnen- und Raketenangriffe auf Kyjiw seit Beginn des Krieges durchgeführt hat.
Der ukrainische Außenminister hat westliche Verbündete aufgefordert, ihre militärische und politische Unterstützung zu verstärken, nachdem Russland einen der größten Luftangriffe auf Kyjiw seit Beginn des Krieges durchgeführt hat.
Der Beschuss soll Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen umfasst haben, die Infrastruktur in der gesamten ukrainischen Hauptstadt beschädigten.
Schweres Bombardement
Laut Digi24 unter Berufung auf EFE und Agerpres setzte Russland bei dem jüngsten Angriff auf Kyjiw mehr als 500 Drohnen sowie Dutzende Raketen ein.
Mehrere Gebäude wurden beschädigt, darunter auch das Hauptquartier des ukrainischen Außenministeriums.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha veröffentlichte Videos und Fotos, die eingeschlagene Fenster und Zerstörungen im Inneren des Ministeriumsgebäudes zeigen.
Der Angriff markierte Berichten zufolge eines der ersten Male seit dem Zweiten Weltkrieg, dass das Ministerium selbst direkt beschädigt wurde.
Appell an Verbündete
Sybiha rief die internationalen Partner der Ukraine dazu auf, ihre Unterstützung als Reaktion auf die Angriffe zu verstärken.
„Wir fordern zusätzliche Verteidigungskapazitäten, einschließlich des Schutzes unseres Luftraums, Investitionen in unsere Verteidigungsindustrie und größeren Druck auf Russland“, schrieb er auf X.
Laut Digi24 drängte er zudem auf stärkere politische Unterstützung für den EU-Beitrittsantrag der Ukraine.
„Es ist Zeit, standhaft zu bleiben und sich nicht zurückzuziehen“, fügte Sybiha hinzu.
Trotz in Kyjiw
Der ukrainische Außenminister verurteilte die seiner Ansicht nach „barbarische“ Natur des russischen Bombardements.
„Wenn ich heute Morgen die zerbrochenen Fenster sehe, kann ich im Namen unseres gesamten diplomatischen Teams mit voller Überzeugung sagen: Der russische Terrorismus wird uns nicht aufhalten“, sagte er.
„Wir stehen Horden von Barbaren gegenüber, nicht den Erben der Zivilisation“, fügte Sybiha hinzu.
Trotz der Angriffe erklärten ukrainische Beamte, dass die diplomatischen Arbeiten wie gewohnt fortgesetzt würden.
Reaktion der Luftverteidigung
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei dem Angriff rund 690 Luftwaffenmittel ein, darunter Drohnen und verschiedene Raketentypen.
Beamte erklärten, die ukrainische Luftverteidigung habe 549 Drohnen zerstört und weitere 55 Raketen abgefangen.
Kyjiw fordert seit Langem zusätzliche westliche Luftverteidigungssysteme, während Russland weiterhin groß angelegte Angriffe auf Städte und Infrastruktur durchführt.
Quellen: Digi24, EFE, Agerpres, Ukrainian Air Force