Startseite Welt Japan entsendet Truppen, während Putin Atom-U-Boote „zur Unterstützung Chinas“ schickt

Japan entsendet Truppen, während Putin Atom-U-Boote „zur Unterstützung Chinas“ schickt

Rysk ubåt
LA(Phot) Guy Pool / Wiki Commons

Wenn man neben einer massiven Militärmacht lebt, achtet man auf die kleinen Geräusche jenseits des Zauns.

Regierungen beobachten diese subtilen Verschiebungen genau und verlegen vorsorglich ihre eigenen Sicherheitskräfte. Eine leise Kälte legt sich über das Wasser.

Augen auf den Norden

Japanische Beamte werden zunehmend besorgt. Moskau baut im Fernen Osten stetig eine beeindruckende militärische Präsenz auf. Tokio reagiert schnell.

Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi besuchte kürzlich Militärstützpunkte auf der Insel Hokkaido. Er stellte fest, dass Moskau und Peking auf eine Weise zusammenarbeiten, die von den lokalen Kommandeuren sofortige Aufmerksamkeit erfordert. Diese plötzliche Verschiebung versetzt alle in Alarmbereitschaft.

Laut dem japanischen Sender NHK erklärte Koizumi, Russlands militärische Haltung „sei zusammen mit seiner strategischen Zusammenarbeit mit China Anlass zu ernster Besorgnis“.

Er machte unmissverständlich klar, dass die nördliche Insel derzeit starken Schutz benötigt. NHK zitierte ihn mit den Worten: „Auch wenn die Bedeutung der Stärkung der Verteidigung der südwestlichen Regionen wächst, bleibt Hokkaido eine wichtige Region, und es ist notwendig, hier weiterhin ein tadelloses Verteidigungssystem aufrechtzuerhalten.“

Truppenverlegung

Tokio schaut nicht nur zu. Die Regierung verlegt schnell bewaffnete Einheiten an die russische Grenze, um das gesamte Gebiet zu sichern. Dies ist eine immense logistische Herausforderung.

Waffen häufen sich bereits in der Nähe des Ochotskischen Meeres an. Moskau stationierte kürzlich Su-35-Kampfjets und schwere Raketen auf umstrittenen Inseln direkt vor der japanischen Küste.

Shingo Nagata ist Gastforscher an der Kanazawa Universität. Er erklärte, dass Hokkaido nun ein primärer Schutzschild für das Land sei. Gegenüber dem Daily Express sagte er: „Angesichts dieser wachsenden Spannungen ist Hokkaido zweifellos zur Speerspitze der japanischen Landesverteidigung geworden, neben der südwestlichen Region.“

Vorbereitung auf eine Krise

Japanische Bodentruppen üben aktiv schnelle Truppenbewegungen, um der Belastung standzuhalten. Sie wollen auf komplexe, sich überschneidende Konflikte vorbereitet sein.

Nagata deutete an, dass diese laufenden Übungen darauf abzielen, einer spezifischen russischen Taktik entgegenzuwirken. Er warnte vor einer potenziellen „Ablenkungsoperation um Hokkaido zur Unterstützung Chinas während einer Krise“.

Die drohende Gefahr erstreckt sich tief unter Wasser. Russland erweitert derzeit seine Atom-U-Boot-Anlagen auf der Halbinsel Kamtschatka. Es sind völlig neue Tiefseeoperationen geplant.

Die South China Morning Post berichtete, dass Koizumi die Ankunft des neuen U-Boots Chabarowsk hervorhob. Der Minister sagte der Publikation: „Die Bewegungen der russischen Atom-U-Boot-Flotte werden für Japan weiterhin ein großes Sicherheitsbedenken darstellen.“

Quellen: Daily Express, NHK, South China Morning Post