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Spanische Städte verhängen unerwartete Bußgelder gegen Touristen

Tourist couple in swimwear walking down the street
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Kleine Entscheidungen während einer Reise können teuer werden, wenn lokale Vorschriften übersehen werden. Besucher stellen möglicherweise fest, dass gewöhnliches Urlaubsverhalten je nach Ort unterschiedlich bewertet wird.

Eine Sandburg, ein Spaziergang ohne Oberteil vom Strand oder eine laute Partie Domino mögen harmlos erscheinen. In Teilen Spaniens können solche Handlungen jedoch unerwünschte Aufmerksamkeit der örtlichen Polizei auf sich ziehen.

Digi24 berichtet, dass Touristen vor ihrer Reise auch weniger bekannte kommunale Vorschriften prüfen sollten.

Auf Teneriffa unterliegen bestimmte Sandskulpturen am Strand Beschränkungen, nachdem ein Unternehmen einst große Mengen Sand für eine Werbeaktion verwendet und das Gebiet beschädigt zurückgelassen hatte.

Manche Regeln, die Besuchern seltsam erscheinen mögen, gehen häufig auf eine lokale Beschwerde, Schäden an öffentlichem Eigentum oder den Druck von Anwohnern zurück.

Strandkleidung kann zu Bußgeldern führen

Bei der Kleidung passieren besonders leicht Fehler. Digi24 schreibt, dass Touristen in Barcelona den Strand nicht ohne Oberteil oder in als unangemessen geltender Kleidung verlassen und durch die Straßen der Stadt gehen sollten.

Wer ohne Hemd Auto fährt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 100 Euro. Was am Strand völlig normal erscheint, kann schnell zum Problem werden, sobald ein Tourist den Strandbereich verlässt und sich in die Stadt begibt.

Auch die Verkehrsregeln bergen Risiken. Laut Roafly verlangen die spanischen Vorschriften, dass Fahrer ausreichend Bewegungsfreiheit am Steuer haben. Autofahren barfuß oder in Flip-Flops kann daher teuer werden.

E-Scooter werden ebenfalls streng reguliert. Sie sind auf Gehwegen und in Fußgängerzonen verboten, in vielen Städten besteht Helmpflicht, und Fahrten unter Alkoholeinfluss können mit Strafen geahndet werden.

Einschränkungen für Alkoholkonsum in Ausgehvierteln

Die Alkoholvorschriften sind in einigen Ferienregionen besonders streng. Roafly berichtet, dass Teile Mallorcas und Ibizas Maßnahmen eingeführt haben, um störenden Tourismus einzudämmen.

In diesen Gebieten kann Alkoholkonsum auf der Straße Bußgelder von bis zu 3.000 Euro nach sich ziehen. Die Maßnahmen betreffen außerdem den späten Verkauf von Alkohol, Partyboote und bestimmte All-inclusive-Angebote in Hotels.

Roafly hob außerdem das sogenannte „Balconing“ hervor – die gefährliche Praxis, von Hotelbalkonen in Pools zu springen. Dies kann zum sofortigen Hotelverweis und zu hohen Geldstrafen führen.

Beschränkungen für Alkoholkonsum im öffentlichen Raum gelten jedoch nicht nur auf den Inseln. Auch Städte wie Madrid, Barcelona und Valencia schränken das Trinken von Alkohol an öffentlichen Orten ein.

Lärmvorschriften gelten auch auf der Straße

Einige der überraschendsten Beispiele finden sich in lokalen Ordnungsregelungen.

In Zamora ist das Singen auf der Straße nicht erlaubt, schreibt Digi24. In Sevilla kann das Spielen von Domino zu bestimmten Zeiten eingeschränkt sein, da das Klappern der Spielsteine Anwohner stören könnte.

Diese Beispiele zeigen, wie eng das Urlaubserlebnis von Touristen mit dem Alltag der Einheimischen verbunden ist. In dicht besiedelten Gebieten können Lärm und öffentliches Verhalten genauso wichtig sein wie Sicherheitsaspekte.

Auch der Platz am Strand sorgt immer wieder für Konflikte. Roafly zufolge verhängen einige Orte Bußgelder gegen Personen, die Handtücher oder Sonnenschirme unbeaufsichtigt zurücklassen, um einen Platz zu reservieren. Die Gegenstände können zudem entfernt werden.

Vorschriften zum Dampfen wurden ausgeweitet

Rauchen und Dampfen sind stärker eingeschränkt, als viele Reisende erwarten. Die Beschränkungen können auf Terrassen, an Haltestellen, in der Nähe von Schulen und Krankenhäusern sowie rund um Schwimmbäder gelten.

Strände in Barcelona sowie beliebte Küstengebiete auf den Balearen und Kanarischen Inseln sind rauch- und dampffreie Zonen.

Auch bei Medikamenten ist Vorsicht geboten. Roafly empfiehlt Reisenden, verschreibungspflichtige Medikamente in der Originalverpackung aufzubewahren und entsprechende Nachweise mitzuführen.

Spanien bleibt ein wichtiges Reiseziel für Besucher. Am sichersten ist es jedoch, sich vor der Anreise über die örtlichen Vorschriften der jeweiligen Stadt, des Ferienorts oder Strandes zu informieren. Ein kleiner Fehler kann schnell zu einer der teuersten Erinnerungen der gesamten Reise werden.

Quellen: Digi24, Roafly