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Bundesbehörden entdecken versteckten Grenztunnel zwischen Mexiko und den USA, der für Schmuggel genutzt wurde

underground tunnel underjordisk tunnel
Russia ‘sends migrants through underground tunnels’ into Europe, Polish intelligence claims

Ein Besuch in einem örtlichen Discounter bedeutet normalerweise die Suche nach günstigen Schnäppchen.

Die meisten Kunden machen sich keine Gedanken darüber, was sich unter dem Betonboden verbirgt. Doch manchmal kann eine gewöhnliche Ladenfront ein riesiges Geheimnis direkt unter den Füßen aller verbergen.

Verdächtige Ladenmitarbeiter

Bundesbeamte haben kürzlich einen massiven unterirdischen Gang entdeckt, der Tijuana, Mexiko, mit San Diego, Kalifornien, verbindet. Die Mirror US berichtete, dass sich der ausgeklügelte Tunnel über 265,18 Meter erstreckte und eine Tiefe von 6,40 Metern erreichte. Er diente als versteckte Pipeline für den Transport von Waffen und Drogen.

Die Operation kam ans Licht, nachdem die Strafverfolgungsbehörden ungewöhnliche Muster in einem „Buy 4 Less“-Geschäft bemerkt hatten. Berichten der Los Angeles Times zufolge begannen Ermittler der Heimatschutzbehörde im Dezember 2025, das Geschäft zu überwachen. Sie bemerkten Gruppen von Arbeitern, die ständig Koffer hineintrugen.

Echte Kunden besuchten den Laden jedoch kaum. Die Behörden überwachten den Ort monatelang, bevor sie die Razzia am 29. Mai abschlossen. Der geheime Gang verlief über die internationale Grenze und endete in einem Haus in Nueva Tijuana.

Ein massiver Fund

Im Inneren fanden die Beamten eine hochentwickelte Anlage. Ermittler der Bundesstaatsanwaltschaft von Tijuana stellten fest, dass der Korridor über eine vollständige Belüftung, Beleuchtung und eine elektronische Gleitschiene verfügte, die gebaut wurde, um schwere Fracht schnell über die Grenze zu transportieren.

Die Razzia förderte eine erstaunliche Menge an Schmuggelware zutage. Die Beamten beschlagnahmten mehr als 1.029,22 Kilogramm Kokain, das von den Staatsanwälten auf fast 45 Millionen US-Dollar geschätzt wurde. Neben dem Kokain beschlagnahmten die Beamten auch Munition, Elektronik und große Mengen Methamphetamin und Marihuana.

Homeland Security Investigations erklärte, dass die Razzia das mächtige Jalisco New Generation Cartel erheblich gestört habe. Vier Verdächtige sehen sich nun Bundesanklagen wegen ihrer Rolle beim Betrieb der Schmuggelroute gegenüber.

Blaulicht und Sirenen

Unterirdische Routen sind ein gängiges Werkzeug für Kartelle an der südlichen Grenze. Nach Angaben des Justizministeriums haben die Behörden in diesem Bezirk seit 1993 99 unterirdische Gänge entdeckt. Doch die Staatsanwälte betonten, dass diese Anlage aufgrund ihrer Größe außergewöhnlich selten sei.

Beamte lobten die Teamarbeit, die das Netzwerk zerschlagen hatte. „Diese Ermittlung und Beschlagnahmung stellen einen erheblichen Schlag gegen das Jalisco New Generation Cartel dar“, sagte Kevin Murphy, amtierender Special Agent in Charge für Homeland Security Investigations in San Diego.

Die rechtlichen Konsequenzen für die gefassten Betreiber werden schwerwiegend sein. Zu der Razzia sagte US-Staatsanwalt Adam Gordon: „Für diese Angeklagten war es kein Licht am Ende des Tunnels. Es waren Blaulicht und Sirenen.“

Quellen: The Mirror US, Los Angeles Times, Justice Department