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Trump sagt, Iran ist kein großer Krieg: „Ich nenne es eine Militärübung“

Donald Trump
UkrPictures / Shutterstock

Der Konflikt im Iran hat nun die 100-Tage-Marke überschritten.

In seiner Siegesrede nach dem Gewinn der Präsidentschaftswahl 2024 sagte Donald Trump:

„Ich werde keinen Krieg beginnen. Ich werde Kriege beenden.“

Doch da der Konflikt mit dem Iran nun die 100-Tage-Marke überschritten hat, wird Trump vorgeworfen, sein eigenes Versprechen aus jener Siegesrede aufgegeben zu haben.

Trump besteht jedoch darauf, dass er sein Versprechen nicht aufgegeben habe, da der Konflikt mit dem Iran kein Krieg sei – zumindest kein großer.

Militärübung

Während eines Auftritts in NBCs Sendung Meet the Press mit Kristen Welker spielte der Präsident die Ernsthaftigkeit der Lage völlig herunter.

Welker fragte Donald Trump direkt: „Befinden sich die Vereinigten Staaten im Krieg mit dem Iran?“

Donald Trump beantwortete die Frage nicht direkt. Stattdessen argumentierte er, der Iran sei „weitgehend enthauptet worden“, woraufhin er sagte:

„Und ich nenne es eine Militärübung, weil die Leute es lieber so nennen würden. Es ist kein großer Krieg für uns. Das ist es nicht.“

Die ultimative Blockade

Ein fragiler Waffenstillstand hält seit zwei Monaten, doch die Friedensgespräche stocken. Derweil unterhält das US-Militär eine strikte Seeblockade der Straße von Hormus, die viele Experten als Kriegsakt betrachten.

Der Präsident beschrieb die Blockade als reine Vergeltungsmaßnahme. „Sie haben eine Blockade errichtet, und deshalb haben wir sie blockiert“, sagte Trump gegenüber NBC. „Und wir haben die ultimative Blockade. Ich betrachte das nicht als Krieg, aber wenn Sie es so definieren wollen, dann können Sie das wohl tun.“

Er wies die Notwendigkeit von Bezeichnungen zurück. „Ich definiere es überhaupt nicht. Ich denke nicht darüber nach. Ich tue einfach, was ich tun muss“, fügte er hinzu.

Ein hoher Preis

Bislang sind 13 amerikanische Soldaten ums Leben gekommen. Dennoch vermeidet die Regierung das Wort „Krieg“, da dies üblicherweise einer formellen politischen Genehmigung bedarf.

Diese Haltung steht im Widerspruch zu Trumps Wahlkampfversprechen von 2024, Auslandskonflikte zu vermeiden. Als er bei NBC auf den Bruch dieses Versprechens angesprochen wurde, verteidigte er seine Bilanz.

Die öffentliche Meinung verschiebt sich, und Gesetzgeber leisten Widerstand. Das Repräsentantenhaus stimmte kürzlich dafür, die Befugnisse des Präsidenten zur Durchführung nicht genehmigter Militäroperationen gegen fremde Staaten einzuschränken.

„Zunächst einmal habe ich keinen Krieg garantiert“, behauptete er. „Warum hätte ich das stärkste Militär der Welt aufbauen sollen?“ Trump argumentierte weiter, dass sein massiver Militäreinsatz der Öffentlichkeit tatsächlich einen enormen Dienst erweise.