Fragen zu Donald Trumps Gesundheitszustand sind erneut aufgekommen, nachdem ein Auftritt im Oval Office Spekulationen über seine Sprache und sein Verhalten ausgelöst hatte, während das Weiße Haus Hinweise auf eine neurologische Erkrankung zurückwies.
Ein jüngster Auftritt von Donald Trump im Oval Office hat im Internet eine Debatte ausgelöst, nachdem einige Nutzer sozialer Medien das Auftreten und die Sprache des Präsidenten während einer öffentlichen Veranstaltung infrage gestellt hatten.
Die Diskussion verschärfte sich, nachdem ein auf geriatrische Betreuung spezialisierter Physiotherapeut seine persönliche Einschätzung von Videoaufnahmen der Veranstaltung abgegeben hatte.
Reaktionen im Internet
Laut o2 unter Berufung auf The Daily Express richtete sich die Aufmerksamkeit auf Trumps Auftritt vom 4. Juni bei einer Veranstaltung zur Umweltpolitik.
Nutzer sozialer Medien kommentierten, der Präsident habe müde gewirkt und zeitweise die Augen kurz geschlossen, während andere gesprochen hätten.
Einige Beobachter verwiesen zudem auf Momente, in denen seine Sprache ihrer Ansicht nach undeutlich geklungen habe.
Die Diskussion verbreitete sich rasch über soziale Netzwerke und politische Foren.
Analyse des Physiotherapeuten
Laut o2 veröffentlichte der Physiotherapeut Adam James, der online unter dem Namen „epistemiccrisis“ auftritt, seine eigene Einschätzung der Aufnahmen.
James erklärte, er verfüge über 14 Jahre Berufserfahrung und habe intensiv mit älteren Patienten gearbeitet.
Er betonte, dass seine Aussagen keine medizinische Diagnose darstellten und ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Videoaufnahmen basierten.
„Ich habe im Laufe der Jahre viele Schlaganfallpatienten gesehen. Der Schlaganfall beeinträchtigte die Kraft und den Muskeltonus auf einer Seite des Oberkörpers, und die Patienten waren nicht in der Lage, eine aufrechte Haltung beizubehalten. Trump würde sich zur Seite neigen, wenn er sehr müde war und einschlief“, sagte er.
Unbestätigte Behauptungen
James hob zudem hervor, was seiner Meinung nach auf Sprachstörungen hindeuten könnte.
„Es war der schlimmste Fall von expressiver Aphasie, einem häufigen Symptom eines Schlaganfalls in der linken Gehirnhälfte, den ich jemals bei ihm gesehen habe. Er nuschelte“, sagte er.
Der Physiotherapeut vermutete außerdem, dass einige von Trumps Kieferbewegungen eine neurologische Ursache haben könnten.
Laut o2 wurden diese Beobachtungen jedoch nicht von medizinischen Fachleuten bestätigt, die an der Betreuung des Präsidenten beteiligt sind.
Reaktion des Weißen Hauses
Das Weiße Haus hat die Spekulationen über Trumps Gesundheitszustand zurückgewiesen.
Laut o2 haben weder die Regierung noch das medizinische Team des Präsidenten eine Erklärung veröffentlicht, die darauf hindeutet, dass Trump einen Schlaganfall, Demenz oder eine andere neurologische Erkrankung erlitten habe.
Vertreter betonten wiederholt, dass solche Behauptungen nicht durch medizinische Beweise gestützt würden.
Derzeit basiert die Diskussion auf öffentlichen Interpretationen von Videoaufnahmen und nicht auf einer bestätigten medizinischen Diagnose.
Quellen: o2, The Daily Express