Startseite Welt Schlechte Nachrichten für Trump: Ein weiteres seiner Prestigeprojekte wird verklagt

Schlechte Nachrichten für Trump: Ein weiteres seiner Prestigeprojekte wird verklagt

Donald Trump
Joshua Sukoff / Shutterstock

Die Gruppen, die sich gegen den Plan wehren, sagen, der gewählte Standort sei völlig tabu.

Städte kämpfen oft um die kleinen Grünflächen, die den Menschen Raum zum Atmen geben.

Nun erreicht dieser bekannte Kampf die höchsten Regierungsebenen. Ein umfassender Plan für ein riesiges neues Denkmal ist mit strengen Denkmalschutzgesetzen kollidiert.

Ein gigantischer Gartenplan

Laut dem National Parks Traveler reichte eine Gruppe von Organisationen am Montag eine Klage ein, um Präsident Donald Trump daran zu hindern, ein weitläufiges Denkmal in Washington zu errichten. Das Projekt trägt offiziell den Namen „National Garden of American Heroes“.

Trump möchte 250 riesige Statuen historischer Persönlichkeiten, darunter George Washington und Frederick Douglass, aufstellen. Der Garten soll den 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung feiern. Der Kongress genehmigte im vergangenen Juli 40 Millionen US-Dollar für das Projekt.

Die Klage behauptet, der Präsident betrachte das Gebiet als leeres Land, das zur Bebauung bereitstehe. In der Klageschrift heißt es, Trump habe den West Potomac Park als „ein völlig ÖDES Feld erstklassiger Ufergrundstücke“ beschrieben.

Gesetze schützen den Park

Die Gruppen, die sich gegen den Plan wehren, sagen, der gewählte Standort sei völlig tabu. Die Rechtslage sei eindeutig. Sie verweisen auf ein Mandat aus dem Jahr 1897, das das Gebiet ausdrücklich für die öffentliche Erholung reservierte.

Sie weisen darauf hin, dass ein Gesetz aus dem Jahr 2003 neue Gedenkstätten oder Besucherzentren im West Potomac Park ausdrücklich verbot. Die massive Koalition umfasst die National Parks Conservation Association und die DC Preservation League.

Ihre Klageschrift nahm kein Blatt vor den Mund. Die Gruppen schrieben: „Der West-Potomac-Plan ist rechtswidrig. Der Kongress hat klargestellt, dass die National Mall ein ‚weitgehend vollendetes Werk bürgerlicher Kunst‘ ist und kein persönlicher Sandkasten, den jeder Präsident nach Belieben umgestalten kann.“

Widerstand gegen Änderungen

Die Kläger werfen der aktuellen Regierung vor, etablierte Regeln zu ignorieren, um die Hauptstadt zu verändern. Hinter verschlossenen Türen hätten Beamte die Öffentlichkeit wiederholt von wichtigen Planungsentscheidungen ausgeschlossen, so die Klage.

In ihrer Beschwerde erklärten die Organisationen, der Präsident versuche, „öffentliche Räume für sich zu beanspruchen und die Hauptstadt unserer Nation nach seinem eigenen Bild umzugestalten“.

Tiernan Sittenfeld leitet die National Parks Conservation Association. Sie erläuterte die Notwendigkeit gerichtlicher Schritte zum Schutz von Orten, die Menschen zur Besinnung nutzen.

„Unsere Parks werden für jeden Amerikaner und für kommende Generationen treuhänderisch verwaltet“, sagte Sittenfeld. Sie fügte hinzu, der Kongress habe klare Regeln geschaffen, um die National Mall vor Neubauten zu schützen und sie für jedermann zugänglich zu halten.

Quellen: National Parks Traveler