Berichte über die Todesfälle sind nun veröffentlicht worden.
Ein B-52-Stratofortress-Bomber ist am Montag auf der Edwards Air Force Base in Kaliforniens Mojave-Wüste abgestürzt. Dabei kamen alle acht Insassen ums Leben, wie Beamte der US Air Force mitteilten.
Militärbeamte sagten, der Bomber habe einen routinemäßigen Testflug im Rahmen eines Radarmodernisierungsprogramms durchgeführt, als sich der Unfall ereignete.
Laut Reuters via. Air Force Colonel James Hayes habe das Flugzeug kurz nach dem Start nicht genügend Höhe gewonnen, bevor es scharf abgedreht und in der Nähe der Startbahn abgestürzt sei.
Eine große schwarze Rauchsäule stieg kilometerweit über der Wüste vom Absturzort auf.
Hayes sagte Reportern, der Absturz sei schnell als nicht überlebbar eingestuft worden.
„Wir stellen alle Operationen auf der Edwards Air Force Base bis mindestens Dienstag ein“, sagte Hayes auf einer Pressekonferenz.
Die Behörden haben die Namen der Opfer noch nicht veröffentlicht, während die Angehörigen benachrichtigt werden.
Gemischte Besatzung unter den Opfern
Beamte sagten, die Insassen hätten Militärpersonal, zivile Regierungsangestellte und Auftragnehmer umfasst.
Boeing, das Unternehmen, das das Flugzeug ursprünglich entworfen und gebaut hatte, bestätigte, dass zwei seiner Mitarbeiter unter den Todesopfern gewesen seien.
Die Absturzursache ist weiterhin unbekannt.
Ermittler haben mit der Untersuchung des Wracks begonnen, obwohl Beamte nicht angegeben haben, ob ein mechanisches Versagen, menschliches Versagen oder ein anderer Faktor eine Rolle gespielt haben könnte.
Historischer Stützpunkt vorübergehend geschlossen
Die Edwards Air Force Base ist eine der bedeutendsten Flugtesteinrichtungen in den Vereinigten Staaten.
Die weitläufige Wüstenanlage, die etwa 160 Kilometer nördlich von Los Angeles liegt, war für einige der wichtigsten Meilensteine der Luftfahrt von zentraler Bedeutung. Chuck Yeagers historischer Überschallflug im Jahr 1947 fand dort statt, und auch das Space-Shuttle-Programm der NASA nutzte den Standort für zahlreiche Landungen.
Schäden an der Startbahn nach dem Unfall am Montag zwangen die Verantwortlichen, den lokalen Flugbetrieb einzustellen.
Rückgrat der amerikanischen Bomberflotte
Die B-52 Stratofortress dient seit Jahrzehnten als Eckpfeiler der strategischen Luftmacht der USA.
Das Flugzeug, das sowohl konventionelle als auch nukleare Waffen tragen kann, bleibt trotz seines ersten Einsatzes während des Kalten Krieges einer der vielseitigsten Bomber im Militärdienst.
Mit einer Reichweite von über 12.800 Kilometern ohne Betankung und der Fähigkeit, bis zu über 31 Tonnen Waffen und Ausrüstung zu transportieren, spielt das Flugzeug weiterhin eine wichtige Rolle in der amerikanischen Verteidigungsplanung.
Der Absturz am Montag markiert den ersten bekannten Verlust einer B-52, seit ein Bomber desselben Typs im Jahr 2016 auf Guam abgestürzt ist. Bei diesem Vorfall überlebten alle sieben Besatzungsmitglieder.
Ermittlungen laufen
Videoaufnahmen vom Unfallort zeigten ein riesiges Brandgebiet, das sich über einen Abschnitt des Wüstengeländes erstreckte, wobei Rettungskräfte den Ort umzingelten.
Große Teile des Flugzeugs waren auf Luftbildern nicht sofort sichtbar, was darauf hindeutet, dass der Aufprall und der anschließende Brand massive Zerstörung verursachten.
„Die gemischte Besatzung an Bord des Flugzeugs bestand aus zivilen Regierungsangestellten, Regierungsauftragnehmern und uniformiertem Militärpersonal“, sagte Hayes.
Bundesermittler und Beamte der Air Force werden voraussichtlich die kommenden Wochen damit verbringen, Flugdaten, Wartungsaufzeichnungen und Wrackteile zu untersuchen, um die Ursache eines der tödlichsten US-Militärluftfahrtunfälle der letzten Jahre zu ermitteln.