König Charles trifft überraschende Entscheidung zum Buckingham-Palast nach Renovierung für 369 Millionen Pfund
Der Buckingham-Palast galt über Generationen hinweg als Herz der britischen Monarchie, doch dieses Kapitel steht vor einem Wandel.
Obwohl eine Renovierung im Wert von 369 Millionen Pfund nach fast einem Jahrzehnt Arbeit kurz vor dem Abschluss steht, hat König Charles entschieden, nicht in die ikonische Königsresidenz einzuziehen, wenn die Renovierungsarbeiten nächstes Jahr abgeschlossen sind, berichtet Reuters.
Die Ankündigung erfolgte zusammen mit der Veröffentlichung neuer königlicher Finanzzahlen, darunter die erstmalige Offenlegung von Charles’ persönlicher Steuerrechnung.
Buckingham-Palast bleibt königliches Hauptquartier
Königliche Beamte bestätigten, dass Charles weiterhin im Clarence House leben wird, seiner langjährigen Londoner Residenz, die unweit des Buckingham-Palastes liegt.
Obwohl der Palast nicht länger als Hauptwohnsitz des Monarchen dienen wird, betonten Beamte, dass er das Zentrum der königlichen Geschäfte bleiben wird.
„Er ist und bleibt das Hauptquartier der Monarchie, das Kronjuwel unserer nationalen Gebäude, und die Standarte des Souveräns wird stolz vom Dach wehen, wann immer Seine Majestät in London ist“, sagte James Chalmers, der Schatzmeister des Königs und Hüter der Privatschatulle.
Der Buckingham-Palast wird weiterhin Staatsbankette, offizielle Zeremonien und Treffen mit besuchenden Staatsoberhäuptern ausrichten.
Private Räume werden weiterhin für den König vorgehalten, falls eine Übernachtung erforderlich sein sollte.
Beamte sagten auch, dass der öffentliche Zugang zum Palast zunehmen wird, sobald das Renovierungsprojekt abgeschlossen ist, obwohl noch keine weiteren Details bekannt gegeben wurden.
Umfassende Renovierung vor dem Abschluss
Die Arbeiten am Palast begannen im Jahr 2017 und konzentrierten sich auf den Austausch veralteter elektrischer Leitungen, Sanitär- und Heizungssysteme im gesamten historischen Gebäude.
Ursprüngliche Pläne sahen vor, dass der Buckingham-Palast die Hauptresidenz des Monarchen in London bleiben sollte, wie er es seit der Thronbesteigung von Königin Victoria im Jahr 1837 gewesen ist.
Weder Königin Elisabeth II. noch König Charles haben seit 2019 eine Nacht im Palast verbracht.
Rund 700.000 Besucher besichtigen das Wahrzeichen jedes Jahr.
Charles legt persönliche Steuerrechnung offen
Der Donnerstag markierte auch einen Meilenstein für die finanzielle Transparenz des Königshauses.
Zum ersten Mal legten Beamte genau offen, wie viel Steuern König Charles zahlte.
Obwohl britische Monarchen gesetzlich nicht verpflichtet sind, Einkommensteuer, Kapitalertragsteuer oder Erbschaftsteuer zu zahlen, hat Charles die von Königin Elisabeth II. im Jahr 1993 eingeführte Praxis freiwillig fortgesetzt.
Der König zahlte im Finanzjahr 2024/25 Steuern in Höhe von 12,9 Millionen Pfund, nach einer Steuerzahlung von 11,7 Millionen Pfund im Vorjahr.
Seit seiner Thronbesteigung im Jahr 2022 hat Charles mehr als 30 Millionen Pfund an Steuern gezahlt.
Sein privates Einkommen stammt hauptsächlich aus dem Herzogtum Lancaster, das im Finanzjahr 2025/26 Einnahmen von 25,2 Millionen Pfund generierte, neben Einnahmen aus Investitionen und anderen privaten Beteiligungen.
Königliche Finanzierung soll sinken
Die staatliche Finanzierung der Monarchie, bekannt als Sovereign Grant, wird im Finanzjahr 2026/27 insgesamt 137,9 Millionen Pfund betragen.
Beamte bestätigten, dass dieser Betrag ab 2027/28 auf 100 Millionen Pfund sinken wird, gemäß dem, was Chalmers als die eigenen Wünsche des Königs bezeichnete.
„Dies ist kein Blankoscheck“, sagte Chalmers und fügte hinzu, dass Schutzmaßnahmen vorhanden seien, um sicherzustellen, dass die Finanzierung verhältnismäßig bleibe.
Das aktuelle Niveau bleibt deutlich höher als vor Beginn der Renovierung des Buckingham-Palastes, was Änderungen an der Finanzierungsformel zur Finanzierung der Renovierung widerspiegelt.
Auch Prinz Williams Finanzen offengelegt
Neue Zahlen zeigten auch, dass Prinz William im Finanzjahr 2024/25 persönliche Steuern in Höhe von 7,76 Millionen Pfund zahlte.
Sein Büro kündigte zusätzlich an, dass 1,5 Millionen Pfund an Mieteinnahmen aus einem ehemaligen Gefängnisgrundstück an die lokale Gemeinschaft zurückfließen werden.
Sowohl Charles als auch William sahen sich kürzlich Kritik wegen Mieteinnahmen aus Immobilien ausgesetzt, die an öffentliche Institutionen vermietet wurden, darunter die Streitkräfte, Schulen und der britische National Health Service.