Ein Kind zu benennen ist eine zutiefst persönliche Entscheidung, die oft mit sich wandelnden kulturellen Werten einhergeht.
Im Laufe der Zeit verlieren bestimmte Namen ihren Reiz, da sich die öffentliche Wahrnehmung ändert. Nun ist ein traditioneller Name, der einst amerikanische Kinderzimmer dominierte, auf ein beispielloses Tief gefallen, wie The Irish Star berichtet.
Historischer Namensabsturz
Der Name Donald hat für amerikanische Eltern offiziell seinen Reiz verloren. Einem Bericht von The Irish Star zufolge zeigen neue Daten der Social Security Administration, dass der Name seinen unpopulärsten Punkt in der Geschichte der USA erreicht hat.
Eine Datenanalyse von NOTUS ergab bei der Überprüfung der Zahlen, dass im vergangenen Jahr weniger als 400 Babys den Namen erhielten. Dieser Rückgang platziert Donald auf einem weit entfernten 690. Platz der nationalen Beliebtheitsliste.
Der Trend markiert eine massive Abkehr von der Vergangenheit. Mirror US berichtete, dass der Name 1934 seinen Höhepunkt erreichte, als über 30.400 amerikanische Neugeborene ihn trugen und er bis 1990 unter den Top 100 blieb.
Der Trump-Effekt
Der stetige Abwärtstrend spiegelt überraschenderweise Donald Trumps jahrzehntelangen Aufstieg im öffentlichen Leben wider. Im Jahr 2004, als The Apprentice debütierte, belegte der Name noch den 263. Platz. Später, mit seiner Aufnahme in die WWE Hall of Fame im Jahr 2013, fiel der Name auf den 415. Platz, ein Rückgang, der sich bis zu seinem Wahlsieg 2016 auf den 489. Platz beschleunigte. Selbst in seinem Hochburgstaat Florida wurden in seinem zweiten Amtsjahr nur 21 Säuglinge Donald genannt.
Diese Abneigung im Kinderzimmer spiegelt eine schärfere, unmittelbarere Verschiebung der öffentlichen Meinung wider. Das Markenproblem reicht eindeutig über Geburtsurkunden hinaus und direkt in aktuelle politische Daten. Weitreichende Gegenreaktionen auf den jüngsten Krieg mit dem Iran haben die Zustimmungswerte des Präsidenten während seiner zweiten Amtszeit stark beschädigt.
Sinkende Zustimmungswerte
Eine Juni-Umfrage der American Research Group ergab, dass 66 Prozent der Befragten Trumps Leistung missbilligen. Nur 30 Prozent äußerten Zustimmung, was einen historischen Tiefstwert für das Meinungsforschungsinstitut darstellt.
Finanzielle Sorgen befeuern einen Großteil dieser Unzufriedenheit. Wirtschaftliche Ängste zeigten sich auch in einer separaten Umfrage von PBS News, NPR und Marist, bei der 60 Prozent der Bürger Trumps Wirtschaftsführung missbilligten.
Die Regierung hat diese Bedenken weitgehend abgetan. Trotz landesweit steigender Verbraucherpreise tat Trump das Problem kürzlich mit der Aussage ab: „Ich liebe die Inflation.“
Quellen: The Irish Star, NOTUS, Mirror US, American Research Group, PBS News, NPR, Marist