Das Einbrennen von Zeichen in die menschliche Haut war bis 1863 Teil des offiziellen Strafsystems,
Wenn Grundbedürfnisse knapp werden, geraten normale Verbraucher schnell in Panik.
Die Preise an der Zapfsäule schießen in die Höhe, während Autofahrer stundenlang warten, nur um ihre Tanks zu füllen.
Nun will ein Politiker diejenigen, die aus der Krise Kapital schlagen, mit einer alten und brutalen Methode bestrafen.
Ein mittelalterlicher Vorschlag
Wjatscheslaw Wegner ist Abgeordneter in der russischen Region Swerdlowsk. Er schlug kürzlich vor, eine grausame körperliche Bestrafung für Personen wieder einzuführen, die Benzin zu überhöhten Preisen kaufen und weiterverkaufen.
Der Lokalpolitiker teilte seine extremen Ansichten dem Sender RTVI mit, wie United24 Media berichtete. Er machte insbesondere Zwischenhändler dafür verantwortlich, die schwierige Lage für normale Autofahrer zu verschärfen.
„Für uns ist der starke Anstieg der Dieselpreise aufgrund dieser ‚Käfer‘ schmerzhafter. Hier würde ich auf die härteste Weise vorgehen. Ich würde Spekulanten mit einem heißen Eisen brandmarken“, sagte Wegner.
Das Einbrennen von Zeichen in die menschliche Haut war bis 1863 Teil des offiziellen Strafsystems, wie die Moscow Times anmerkte.
Die Schuld bei den Zwischenhändlern
Wegner behauptet, diese unabhängigen Wiederverkäufer hätten ihre Vorräte frühzeitig gekauft und würden nun von den Bürgern massive Zahlungen fordern. Er lehnte deren Preisstrategien vollständig ab.
„Ich glaube nicht, dass sie Kraftstoff zu den neuen Preisen gekauft haben“, sagte Wegner.
Der verärgerte Abgeordnete stellte diese unabhängigen Akteure den riesigen nationalen Energieunternehmen wie Lukoil gegenüber. Er verteidigte die großen Konzernmarken vollständig.
„Was mit ihnen geschieht, ist jenseits aller Grenzen, es beginnt die Menschen einfach wütend zu machen“, sagte er laut United24 Media.
Eine sich verschärfende Krise
Diese verärgerten Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, da das gesamte Land mit einer eklatanten Benzinverknappung konfrontiert ist. Ukrainische Militärschläge auf wichtige Ölraffinerien haben die nationale Produktion ab Mai schwer beeinträchtigt, berichtete U24 Media.
Die Tagesproduktion sank im letzten Monat um massive 25 Prozent. Raffinerien verarbeiten derzeit 85.000 Tonnen pro Tag, was weit unter dem erforderlichen Sommerbedarf liegt.
Regierungsvertreter bemühen sich nun, Notfall-Energieimporte aus Indien und Belarus zu organisieren. Sie lockerten sogar strenge Umweltqualitätsstandards, nur um schnell mehr Benzin verfügbar zu machen, erklärte die Moscow Times.
Keine dieser Notmaßnahmen hat die explodierenden Kosten bisher behoben. Die Einzelhandelspreise stiegen im letzten Jahr um rund 20 Prozent, was den absolut schlimmsten Anstieg seit 2010 darstellt.
Quellen: United24 Media, RTVI, The Moscow Times