Startseite Autos Sommerhitze entlädt Ihre E-Auto-Batterie: 5 Fehler, die Reichweite kosten

Sommerhitze entlädt Ihre E-Auto-Batterie: 5 Fehler, die Reichweite kosten

Sommerhitze entlädt Ihre E-Auto-Batterie: 5 Fehler, die Reichweite kosten
Scharfsinn/shutterstock.com

Die Hitze setzt Lithium-Ionen-Zellen stark zu, und insbesondere fünf Fehler können im Juli und August Reichweite und Batterielebensdauer kosten.

Wenn das Thermometer steigt, arbeitet die Batterie Ihres Elektrofahrzeugs auf Hochtouren, um sich selbst zu kühlen. Dies bedeutet nicht nur, dass die Klimaanlage die Reichweite reduziert, sondern auch, dass die Batterie selbst schneller altert, wenn Sie falsch parken, laden und fahren.

Eine Studie des Flottendatenunternehmens Geotab, das über 22.700 Elektrofahrzeuge analysierte, zeige, dass Autos in heißen Klimazonen durchschnittlich 0,4 Prozent schneller pro Jahr altern als Fahrzeuge in gemäßigteren Gebieten. Dies mag nicht viel klingen, aber in Kombination mit falschen Ladegewohnheiten könne sich diese Zahl über die Lebensdauer eines Autos zu einer spürbaren Reichweitenminderung summieren.

Hier sind die fünf Fehler, die Sie vermeiden sollten, egal ob Sie Ihr Elektrofahrzeug auf einen sommerlichen Roadtrip in den Süden mitnehmen oder einfach nur eine klassische amerikanische Hitzewelle erleben.

1. Parken in direkter Sonneneinstrahlung mit voller Batterie

Der teuerste Einzelfehler sei es, das Auto mit einer vollständig geladenen Batterie in der prallen Sonne stehen zu lassen. Der deutsche Automobilclub ADAC, der größte seiner Art in Europa, empfehle in seinen offiziellen Richtlinien, dass Autofahrer im Sommer im Schatten und im Winter idealerweise in einer Garage parken sollten.

Die Kombination aus hohen Temperaturen und einem vollen Ladezustand belaste die Zellen unnötig und beschleunige die chemische Alterung, so das deutsche Portal t-online. Suchen Sie eine Parkgarage oder den Schatten eines Baumes, wenn das Auto ohnehin mehrere Stunden stehen bleiben soll.

2. Laden auf 100 Prozent ohne sofortige Fahrt

Viele Menschen laden ihr Auto über Nacht vollständig auf und lassen es dann den ganzen Tag in der Hitze stehen. Laut ADAC sei dies eine höchst unglückliche Kombination. Der Club empfehle, nur dann auf 100 Prozent zu laden, wenn Sie kurz danach eine lange Fahrt antreten. Für den täglichen Gebrauch seien 80 Prozent ausreichend und wesentlich schonender für die Batteriezellen.

Diese Regel gelte im Sommer doppelt. Ein voller Ladezustand in Kombination mit Temperaturen über 30 °C sei die schlechteste mögliche Situation für die Langlebigkeit der Batterie.

3. Schnellladen bei bereits heißer Batterie

DC-Schnellladegeräte seien ein Segen auf langen Fahrten, aber eine schlechte Angewohnheit, wenn Sie sie standardmäßig verwenden. Die Analyse von Geotab zeige, dass Fahrzeuge, die überwiegend DC-Schnellladegeräte über 100 kW nutzen, eine jährliche Degradation von bis zu 3,0 Prozent erfahren können, was etwa dem Doppelten der Fahrzeuge entspreche, die hauptsächlich mit Standard-Wechselstrom laden.

Der ADAC weise darauf hin, dass häufiges Schnellladen mit 50 bis 350 kW, je nach Fahrzeug, die Lebensdauer negativ beeinflussen könne. Wenn die Batterie bereits durch Sonneneinstrahlung und Autobahnfahrten heiß sei, verschlimmere sich der Effekt zusätzlich. Wählen Sie abends ein langsameres Level-2-Ladegerät, falls Sie die Möglichkeit haben.

4. Verzicht auf Vorkühlung vor der Fahrt

Einer der am häufigsten übersehenen Tipps sei die Vorkühlung oder Vorkonditionierung, während das Auto noch an das Ladegerät angeschlossen ist. Der ADAC empfehle, die manuelle Vorkonditionierung lange vor einem Ladestopp zu aktivieren, falls Ihr Auto diese Funktion besitze.

Das Prinzip gelte auch in die andere Richtung. Wenn Sie von einem heißen Parkplatz wegfahren, könne das Auto Strom von der Ladestation nutzen, um den Innenraum und die Batterie abzukühlen, bevor Sie einsteigen. Dies spare Reichweite, da die Kühlenergie nicht aus der Batterie selbst entnommen werde. Das amerikanische Portal GreenCars merke an, dass Lithium-Ionen-Batterien am besten in einem Temperaturfenster von etwa 15 bis 27 °C funktionieren, und sowohl Kälte als auch Hitze außerhalb dieses Bereichs einen Effizienzabfall verursachen.

5. Aggressives Fahren bei Hitze

Der letzte Fehler passiere hinter dem Lenkrad. Starkes Beschleunigen und hohe Geschwindigkeiten erforderten große Ströme, und Strom wandle sich in den Zellen in Wärme um. Der ADAC betone, dass ein vorausschauender und sanfter Fahrstil die Batterie schone, während starke Beschleunigung und hohe Geschwindigkeiten sie stark beanspruchten.

Da amerikanische Sommer regelmäßig weit über 30 °C erreichen, seien diese Tipps für alle Amerikaner, die lokal fahren, äußerst relevant. Und wenn Sie Ihr Elektrofahrzeug auf einen Roadtrip in den Sun Belt oder die Wüste mitnehmen, wo die Temperaturen leicht 35 °C oder mehr erreichen, schadeten diese fünf Fehler Ihrer Batterie noch stärker.