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Deutschlands neuer Kraftstoffplan könnte für viele Autofahrer zum Problem werden

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Deutschland bereitet die Einführung einer neuen Benzinmischung vor, die Millionen Fahrzeuge in ganz Europa betreffen könnte.

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Deutschland bereitet die Einführung einer neuen Benzinmischung vor, die Millionen Fahrzeuge in ganz Europa betreffen könnte.

Tankstellen in Deutschland sollen laut Berichten, auf die sich T-Online beruft, ab etwa 2027 oder 2028 Kraftstoff der Sorte E20 anbieten – Benzin, das mit 20 Prozent Ethanol gemischt ist.

Vorstoß zur Senkung der Emissionen

Die neue Mischung würde den Ethanolanteil im Vergleich zum derzeitigen Standardkraftstoff E10 verdoppeln.

Europäische Entscheidungsträger prüfen eine Ausweitung dieses Standards im Rahmen von Maßnahmen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen von Benzinfahrzeugen und zur Erreichung der Klimaziele.

Vorläufige Bewertungen deuten darauf hin, dass ein höherer Ethanolanteil die CO₂-Emissionen von Benzinautos um bis zu 40 Prozent senken könnte.

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Reaktionen der Autohersteller

Einige Hersteller sagen, dass viele moderne Fahrzeuge mit dem höheren Ethanolanteil betrieben werden könnten.

Der Volkswagen-Konzern erklärte, dass „fast alle“ Fahrzeuge ab Modelljahr 2016, darunter Modelle von Volkswagen, Audi, Skoda, Seat und Cupra, kompatibel sein sollten.

Audi meldete außerdem erfolgreiche Tests mit Fahrzeugen wie dem A8 und dem RS 6.

Allerdings sind bestimmte Motoren weiterhin nicht kompatibel.

Volkswagen warnte, dass der 2,0-Liter-Turbo-Motor EA888 Evo, der unter anderem in Modellen wie dem Golf GTI und Golf 8 R eingesetzt wird, nicht mit E20 betrieben werden sollte.

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Das Unternehmen erklärte, dass höhere Ethanolanteile den Verschleiß von Komponenten wie Schläuchen, Pumpen und anderen Teilen des Kraftstoffsystems beschleunigen könnten.

Ältere Autos besonders betroffen

Die Umstellung könnte besonders für ältere Benzinfahrzeuge problematisch sein, darunter klassische und historische Autos, die nicht für höhere Ethanolanteile ausgelegt sind.

Deutsche Medien berichten, dass BMW und Mercedes bereits mehrere neuere Modelle auf stärkere Ethanolmischungen vorbereitet haben.

Fahrer, die unsicher sind, ob ihr Auto mit E20 betrieben werden kann, sollten das Etikett im Tankdeckel prüfen oder in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs nachsehen.

Auch Händler oder Importeure können bestätigen, ob ein bestimmtes Modell mit dem neuen Kraftstofftyp kompatibel ist.

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Quellen: T-Online, Boosted.