Eine junge Frau hat nach einem lebensbedrohlichen medizinischen Vorfall von einer ungewöhnlichen Erfahrung berichtet. Ihr Erlebnis trägt zur anhaltenden Diskussion darüber bei, wie Menschen in kritischen Momenten Bewusstsein wahrnehmen.
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Nahtoderfahrungen werden oft als kurz, aber intensiv beschrieben. In einem von The Mirror berichteten Fall sagt eine Frau, dass sich ihre Erfahrung wie etwas deutlich Längeres anfühlte – das, woran sie sich erinnert, sind Jahre, nicht Minuten.
Rubi Rolgue, 24, berichtete dem Medium von einem medizinischen Notfall, bei dem sie mehr als zehn Minuten lang klinisch tot war.
Erfahrungen wie diese sind medizinisch weiterhin ungeklärt, obwohl Patienten sie häufig als lebhaft und zutiefst real beschreiben.
Ein medizinischer Notfall mit geringen Überlebenschancen
Laut der britischen Zeitung verschlechterte sich Rolgues Zustand im April 2025 plötzlich. Zuvor war sie an diesem Tag ihrem gewohnten Alltag nachgegangen – frisch verheiratet und kurz vor dem Abschluss ihres Medizinstudiums –, bevor sich ihr Gesundheitszustand rasch verschlechterte.
Sie bekam Atemnot und verlor die Bewegungsfähigkeit in den Beinen. Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte eine bilaterale Lungenembolie, eine lebensbedrohliche Blockade, die beide Lungen betrifft.
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„Ich erstickte von innen“, sagte sie gegenüber The Mirror und erklärte, wie die Blutgerinnsel die Sauerstoffzirkulation verhinderten.
In dieser Nacht erlitt sie zwei Herzstillstände. Während des zweiten zeigte sie keine Reaktion auf Licht oder äußere Reize, und ihr Zustand wurde als kritisch eingestuft.
Die Ärzte teilten ihrer Familie mit, dass die Chancen auf eine Genesung gering seien.
Ein verändertes Zeitgefühl
Hier nimmt ihre Schilderung eine ungewöhnliche Wendung.
Anstatt sich an nichts zu erinnern, gibt Rolgue an, eine ausgedehnte Zeitspanne erlebt zu haben – etwas, das sie so deutete, als würde das Leben über das Jahr 2025 hinaus weitergehen.
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Sie erinnerte sich an alltägliche Routinen, Interaktionen mit ihrer Familie und an das Gefühl, dass die Zeit normal verging.
In Gesprächen mit The Mirror beschrieb sie diese Umgebung als ruhiger und weniger von ständiger Smartphone-Nutzung geprägt, mit einem stärkeren Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen.
Nicht alles, woran sie sich erinnert, war jedoch positiv. Sie berichtete auch von einem gewaltsamen Vorfall, den sie als Spiegelbild der Schwere ihres körperlichen Zustands empfand.
Medizinische Forscher haben seit Langem Zeitverzerrungen bei Nahtoderfahrungen dokumentiert. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass solche Episoden eine tatsächliche Bewegung durch die Zeit beinhalten – vielmehr kann das Gehirn unter extremem Stress bemerkenswert detaillierte Wahrnehmungen erzeugen.
Aufwachen – und die Rückkehr ins Leben
Dann endete es plötzlich.
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Rolgue beschrieb, wie sie sich durch einen intensiven, angstgeprägten Zustand bewegte, bevor sie im Krankenhaus wieder zu Bewusstsein kam. Die Rückkehr war erschütternd:
„Das war meine wahre Hölle – in diesem Leben aufzuwachen.“
Sie hatte etwa einen Monat im Koma gelegen. Die Genesung verlief langsam, und die Ärzte warnten vor möglichen langfristigen Folgen, darunter eingeschränkte Mobilität.
Zunächst fiel es ihr schwer, den Unterschied zwischen ihren Erinnerungen und dem tatsächlich Geschehenen zu verarbeiten – insbesondere, als sie Familienmitglieder sah, die jünger wirkten als in ihren Erinnerungen.
Mit der Zeit erkannte sie, dass die „Jahre“, die sie erlebt hatte, vergangen waren, während sie bewusstlos gewesen war. Dennoch denkt sie weiterhin in spirituellen Begriffen über diese Erfahrung nach.
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„Der Tod ist keine Mauer – sondern eine Tür zu einem Leben, das niemals wirklich endet“, sagte sie.
Fälle wie dieser bewegen sich weiterhin an der Schnittstelle von Medizin, Psychologie und Glauben – und werfen Fragen auf, die die Wissenschaft bislang nicht vollständig beantworten kann.
Quelle: The Mirror