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Nur 13 Länder haben saubere Luft — und nur drei davon liegen in Europa

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Nur 13 Länder weltweit erfüllen sichere Luftqualitätsstandards, darunter nur drei in Europa, während die Verschmutzung durch Klimawandel und Umweltbelastungen weiter zunimmt.

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Die Luftverschmutzung nimmt weltweit zu, und nur wenige Länder erfüllen noch sichere Atemstandards.

Ein neuer globaler Bericht zeigt, wie selten saubere Luft geworden ist — und welche Teile Europas diese Kriterien noch erfüllen.

Laut Euronews, unter Berufung auf Daten des Schweizer Luftqualitätsunternehmens IQAir, erfüllten im Jahr 2025 nur 13 Länder und Territorien die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für sichere Luft. Die Analyse umfasste mehr als 9.400 Städte in 143 Ländern.

Der Großteil der Welt verfehlte diese Standards, wobei 91 % der Länder die empfohlenen Grenzwerte überschritten.

Die Ergebnisse deuten auf eine Verschlechterung der Luftqualität hin, verursacht durch den Klimawandel, einschließlich Waldbränden, Staubstürmen und Emissionen fossiler Brennstoffe.

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Die saubersten Länder Europas

In Europa erfüllten nur drei Länder die WHO-Richtlinien für Feinstaub, bekannt als PM2,5.

Dabei handelt es sich um Andorra, Estland und Island, die alle innerhalb des empfohlenen Jahresgrenzwerts von 5 Mikrogramm pro Kubikmeter lagen.

Weltweit gehörten auch Australien, Barbados, Bermuda und mehrere Inselgebiete zu den Ländern mit sauberer Luft.

Im Gegensatz dazu waren Pakistan, Bangladesch, Tadschikistan, Tschad und die Demokratische Republik Kongo die am stärksten verschmutzten Länder.

Zunehmende Verschmutzung

Die Entwicklung der Luftqualität in Europa war gemischt. Im Jahr 2025 verzeichneten 23 Länder steigende Verschmutzungswerte, während 18 Verbesserungen meldeten.

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Die Schweiz und Griechenland gehörten zu den Ländern mit den stärksten Anstiegen, wobei die PM2,5-Werte um mehr als 30 % zunahmen.

Dies wurde mit Rauch von Waldbränden in Nordamerika sowie mit Staub aus der Sahara in Verbindung gebracht.

Malta verzeichnete die größte Verbesserung und reduzierte die Verschmutzung um nahezu ein Viertel, dank des Ausbaus erneuerbarer Energien und geringerer Verkehrsemissionen.

Urbane Brennpunkte

Großstädte kämpfen weiterhin mit schlechter Luftqualität. Laut Bericht gehörte Paris zeitweise zu den fünf am stärksten verschmutzten Städten weltweit, neben Peking, Dhaka, Wuhan und Seoul.

Auch London befand sich unter den zehn am stärksten verschmutzten Städten weltweit.

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Der EU-Dienst Copernicus warnte, dass saisonale Faktoren wie landwirtschaftliche Emissionen, Pollen und stagnierende Wetterlagen die Verschmutzung zusätzlich verschärfen.

Experten fügten hinzu, dass die Nutzung fossiler Brennstoffe, insbesondere in Osteuropa und auf dem Balkan, weiterhin eine zentrale Ursache für schlechte Luftqualität ist.

Datenlücken

Trotz des umfangreichen Datensatzes bestehen weiterhin Lücken bei der globalen Luftüberwachung.

IQAir erklärte, dass nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zu Echtzeitdaten zur Luftqualität hat.

In einigen Regionen hat sich die Überwachung sogar verschlechtert. Das Center for Research on Energy and Clean Air berichtete von schwächeren Systemen in 44 Ländern, wobei sechs Länder überhaupt keine Überwachung aufweisen.

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„Ohne Überwachung können wir nicht vollständig verstehen, was wir einatmen“, sagte IQAir-CEO Frank Hammes.

„Der Ausbau des Zugangs zu Echtzeitdaten gibt Gemeinschaften die Möglichkeit zu handeln. Durch die Reduzierung von Emissionen und die Bekämpfung des Klimawandels können wir weltweit echte und nachhaltige Verbesserungen der Luftqualität erreichen“, fügte er hinzu.

Quellen: Euronews, IQAir, WHO, Copernicus, CREA