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Ehemaliger Verbündeter wendet sich wieder Putin zu, während neue Gasabkommen verhandelt werden

Robert_Fico President_Putin
Kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Europa hat in den vergangenen Jahren versucht, seine Abhängigkeit von russischer Energie zu verringern, nachdem Moskau seine groß angelegte Invasion der Ukraine begonnen hatte.

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Die Europäische Union hat schrittweise Beschränkungen für russisches Öl und Gas als Teil ihrer Sanktionen gegen den Kreml eingeführt.

Trotz dieser Bemühungen bleiben einige EU-Länder weiterhin stark von russischen Lieferungen abhängig und suchen nun nach Wegen, zukünftige Lieferungen zu sichern.

Gespräche mit Gazprom

Das slowakische nationale Gasunternehmen SPP verhandelt mit dem russischen staatlichen Energiekonzern Gazprom über eine Erhöhung der Erdgasimporte für die Jahre 2026 und 2027.

Laut Reuters begannen die Gespräche bereits vor dem jüngsten Anstieg der Energiepreise, der mit regionalen Spannungen zusammenhängt und den globalen Export von Flüssigerdgas beeinflusst.

Sollte eine Einigung erzielt werden, könnte russisches Gas bis 2027 potenziell den gesamten inländischen Bedarf der Slowakei decken.

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Versorgungsprobleme

Die Energiesituation der Slowakei hat sich komplizierter gestaltet, seit der Transit von russischem Gas durch die Ukraine im Dezember 2024 beendet wurde.

SPP erklärte im November, dass nur etwa ein Drittel der ursprünglich für 2025 erwarteten russischen Gaslieferungen eingetroffen sei.

Historisch gesehen machten russische Lieferungen den Großteil der jährlichen Gasimporte der Slowakei aus und beliefen sich auf etwa 3 Milliarden Kubikmeter.

Begrenzte Infrastruktur

Die Slowakei hat versucht, zusätzliches russisches Gas über alternative Routen zu sichern, darunter Pipelines, die durch die Türkei verlaufen.

Allerdings haben infrastrukturelle Einschränkungen begrenzt, wie viel Gas über diese Wege geliefert werden kann.

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SPP deckt derzeit rund zwei Drittel des gesamten Gasbedarfs der Slowakei und verfügt über einen langfristigen Vertrag mit Gazprom, der bis 2034 läuft.

EU-Beschränkungen

Die Verhandlungen finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Europäische Union strengere Regeln vorbereitet, um Energieimporte aus Russland schrittweise zu beenden.

EU-Vorschriften raten den Mitgliedstaaten grundsätzlich davon ab, ihre Verträge mit russischen Gaslieferanten auszuweiten, als Teil der Bemühungen, Moskau wegen des Krieges in der Ukraine unter Druck zu setzen.

Nach den aktuellen EU-Plänen sollen die Mitgliedstaaten den Import von russischem Flüssigerdgas bis Ende 2026 einstellen, obwohl einige Länder, darunter die Slowakei und Ungarn, vorübergehende Ausnahmen für bestehende Vereinbarungen bis 2027 erhalten haben.

Quelle: Reuters, United24Media.

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