Einige Dörfer in der Nähe der Frontlinie sind bereits weitgehend verlassen worden, da Bewohner wegen anhaltenden Beschusses und militärischer Aktivitäten fliehen.
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Vertreter in Kyjiw sagen nun, dass eine Gruppe von Zivilisten aus einem solchen Dorf nach Russland gebracht und in einer Propagandasendung gezeigt wurde.
Bewohner verschleppt
Neunzehn Menschen aus dem Dorf Sopitsch in der ukrainischen Region Sumy wurden nach Russland deportiert, so der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte.
Dmytro Lubinets sagte, der Kontakt zu der Gruppe sei zunächst verloren gegangen, bevor sie später in Aufnahmen auftauchten, die auf dem russischen Fernsehsender Vesti ausgestrahlt wurden.
„Es handelt sich um 19 ukrainische Staatsbürger. Berichten zufolge brach der Kontakt zu ihnen zunächst ab. Dann sendeten die Russen einen Propagandafilm auf dem Kanal ‘Vesti’“, sagte Lubinets laut der Nachrichtenagentur Unian.
Kyjiw fordert Zugang
Der ukrainische Ombudsmann erklärte, er habe die russischen Behörden offiziell wegen des Vorfalls kontaktiert.
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Lubinets verlangte sofortigen Zugang zu den festgehaltenen Ukrainern sowie Informationen über ihren Gesundheitszustand und ihre Haftbedingungen.
Er forderte außerdem ihre umgehende Rückkehr in die Ukraine.
Spannungen an der Grenze
Lokale Medien berichten, dass vor der Eskalation der Kämpfe etwa 300 Menschen in Sopitsch lebten, obwohl viele Bewohner wegen der Sicherheitslage bereits weggezogen waren.
Trotz Evakuierungswarnungen sollen 19 Menschen, darunter neun Männer im wehrfähigen Alter, im Dorf geblieben sein.
Beamte sagen, dass russische Kräfte zuletzt ihre Infiltrationsversuche in Grenzsiedlungen verstärkt haben.
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Frühere Vorfälle
Vadym Mysnyk, Leiter der Kommunikationsabteilung der nördlichen militärischen Gruppierung der Ukraine, sagte, russische Einheiten versuchten, kleine Siedlungen zu infiltrieren, indem sie ihren zahlenmäßigen Vorteil und schwierige Wetterbedingungen ausnutzen.
Ähnliche Vorfälle wurden bereits zuvor gemeldet.
In einem früheren Fall führten russische Kräfte eine nächtliche Operation in der Stadt Hrabowsk durch, bei der Berichten zufolge mehr als 50 Bewohner nach Russland deportiert wurden.
Quelle: Unian, O2.