Der Angriff war der größte seit zwei Jahren.
Eine massive nächtliche Luftattacke erschütterte kürzlich die russische Hauptstadtregion Moskau und markierte den größten Angriff seit Beginn des Konflikts.
Lokale Behörden berichteten, dass die Verteidigung 194 anfliegende Drohnen abfing, doch mehrere Drohnen durchbrachen die Luftabwehr und trafen ihre Ziele.
Der bemerkenswerteste Treffer galt der Moskauer Ölraffinerie, wo eine Drohne einen Großbrand auslöste, der dichten Rauch über die Stadt schickte. Die Panik wuchs, als ein seltsamer „schwarzer Regen“ auf die umliegenden Viertel niederging.
Verängstigte Anwohner mussten sich selbst in Sicherheit bringen. Russischen Medienberichten zufolge flüchteten Familien mit Koffern und Kinderwagen in unterirdische U-Bahn-Stationen, um einem beißenden chemischen Geruch zu entkommen.
Doch trotz der offensichtlichen Gefahr blieben die Luftschutzsirenen völlig stumm. Frustrierte Anwohner begannen bald zu beklagen, dass sie keinerlei Warnung vor den anfliegenden Bedrohungen erhalten hatten.
Angst vor Panik
Die Gründe für das Schweigen wurden über lokale offizielle Kanäle bekannt. Das russische Nachrichtenportal Daily Storm hob eine Social-Media-Antwort der Verwaltung in Ramenskoje hervor, einer Stadt nahe der Hauptstadt.
Offizielle erklärten, dass das Signal „Achtung an alle!“ ausschließlich für massive Raketenangriffe reserviert sei.
Sie argumentierten, dass das Auslösen des Alarms während eines Drohnenangriffs „Panik und die Evakuierung von Bürgern auf die Straßen fördern“ würde, anstatt die Menschen in Sicherheit zu bringen.
Die Verwaltung warnte ausdrücklich davor, dass eine Flucht ins Freie zu schweren Verletzungen durch herabfallende Splitter führen könnte.
In ihrer Nachricht an einen besorgten Anwohner schrieben sie: „Im Falle eines UAV-Angriffs ist es verboten, nach draußen zu laufen!“
Beamte der Nachbarstadt Kotelniki bezeichneten Sirenen ebenfalls als „eine extreme, keine routinemäßige Maßnahme“, die lediglich „Panik und Chaos hervorrufen“ würde.
Geheime Schutzräume
Die Verwirrung vertiefte sich, als Anwohner fragten, wo sie Schutz finden könnten. Die Verwaltung von Kotelniki weigerte sich rundheraus, die genauen Standorte lokaler Schutzräume mitzuteilen.
Wie Daily Storm berichtete, erklärten Beamte, dass Informationen über die Schutzräume nur „während der Mobilisierung und im Kriegsfall“ weitergegeben würden.
Diese Politik lässt die Bürger im Ungewissen. Obwohl Drohnen in der Nähe explodieren, hat der Staat weder offiziell einen formellen Krieg noch eine neue Mobilisierungswelle ausgerufen.
Der Kreml beharrt darauf, den Krieg in der Ukraine als „spezielle Militäroperation“ zu bezeichnen.