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Putin für mehr Todesfälle verantwortlich gemacht, da Russen aufgrund von Internetausfällen Raketenwarnungen verpassen

Vladimir Putin
Kremlin.ru, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Unterbrechungen des mobilen Internets in ganz Russland sind in letzter Zeit zur neuen Normalität geworden.

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Behörden verteidigen diese Ausfälle oft als notwendig für Sicherheitszwecke.

Aber in Grenzregionen könnten diese Ausfälle nun tödliche Folgen haben.

Wachsende Besorgnis

Einwohner der russischen Region Belgorod haben Alarm wegen wiederholter Internetabschaltungen geschlagen und gesagt, dass sie während Angriffen keine wichtigen Warnungen erhalten können, so die Moscow Times.

Das Problem hat sich besonders zugespitzt, da grenzüberschreitende Angriffe weiterhin Gebiete in der Nähe der Ukraine treffen.

Warnung des Gouverneurs

Der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, räumte die Risiken ein und sagte, dass der Mangel an Internetzugang das Leben direkt gefährden könne.

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„Es ist eine noch größere Bedrohung für die Bewohner von Grenzgebieten. Der Mangel an Informationen führt leider sehr oft zu Tod, Verletzungen und Zerstörung“, sagte er während eines Livestreams und reagierte auf Beschwerden von Einheimischen.

Steigende Opferzahlen

Nach Angaben regionaler Beamter wurden im vergangenen Jahr fast 150 Menschen in Belgorod durch grenzüberschreitende Angriffe getötet.

Die Zahlen für 2026 deuten darauf hin, dass sich die Situation verschlimmert, wobei die Zahl der Todesfälle und Verletzungen bereits fast dreimal so hoch ist wie im gleichen Zeitraum im Jahr 2025.

Internetstörungen haben sich in ganz Russland verbreitet, da Luftabwehrsysteme versuchen, Signale ukrainischer Drohnen zu stören.

Überwachungsgruppen sagen, dass die Einschränkungen nun die meisten Regionen täglich betreffen.

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Ein schwieriges Gleichgewicht

Der Kreml hat die Maßnahmen verteidigt und sie als legal und notwendig für die nationale Sicherheit bezeichnet.

Gladkow sagte jedoch, er habe Bedenken bei den Bundesbehörden geäußert, die nun versuchen, einen, wie er es nannte, „schwierigen Kompromiss“ zu finden.

„Wir werden gehört, man hört uns zu, und man versucht zu helfen“, sagte er, ohne weitere Details zu nennen.

Quellen: The Moscow Times

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