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Putin hat einen neuen Plan zur Rettung seiner Wirtschaft – Milliarden fließen in die „Neue Russland“

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Der Druck auf den Kreml nimmt stetig zu.

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Sanktionen belasten die russische Wirtschaft, und der Krieg in der Ukraine treibt die Kosten in die Höhe.

Angesichts steigender Militärausgaben und sinkender Einnahmen sucht Moskau nach Wegen, seine Kriegsanstrengungen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig langfristige wirtschaftliche Schäden zu begrenzen.

Nun gibt es Anzeichen dafür, dass der Kreml möglicherweise versucht, die Besetzung selbst in eine Einnahmequelle zu verwandeln.

Massive Investitionen

Laut einer Reuters-Analyse, die von Digi24 zitiert wird, investiert Russland rasch Milliarden in Infrastruktur- und Wirtschaftsprojekte in den besetzten ukrainischen Gebieten.

Das Ausmaß dieser Bemühungen deutet darauf hin, dass Moskau die Besetzung nicht länger als vorübergehend betrachtet, sondern als langfristige Integrationsstrategie.

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Satellitenbilder, offizielle Dokumente und von Reuters überprüfte Transportdaten zeigen, dass seit 2022 mehr als 2.500 Kilometer Straßen, Eisenbahnen und Logistikrouten gebaut, repariert oder modernisiert wurden.

Ein neues „Russland“

Präsident Wladimir Putin hat die besetzten Gebiete als „Noworossija“ oder „Neurussland“ bezeichnet, ein Begriff, der in der imperialen Vergangenheit Russlands wurzelt.

Der Kreml hat zwischen 2024 und 2026 rund 11,8 Milliarden Dollar für die Entwicklung bereitgestellt, eine Summe, die weit über die Mittel hinausgeht, die vielen Regionen innerhalb Russlands selbst zugewiesen werden.

Beamte in Moskau bestehen darauf, dass die Gebiete nun ein integraler Bestandteil der Russischen Föderation sind, während die Ukraine und ihre Verbündeten die Ausgaben als klaren Beweis für eine langfristige Annexion ansehen.

Häfen und Ressourcen

Es werden auch Anstrengungen unternommen, um wichtige Infrastruktur wieder in Betrieb zu nehmen, darunter die Häfen von Mariupol und Berdjansk am Asowschen Meer.

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Die Schifffahrt wurde wieder aufgenommen, wobei Berichten zufolge Fracht wie Kohle und Getreide in Länder wie die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate exportiert wird.

Gleichzeitig werden natürliche Ressourcen in den besetzten Gebieten über staatlich unterstützte Auktionen an russische Unternehmen übertragen, wodurch lokale Vermögenswerte in Einnahmequellen für Moskau verwandelt werden.

Modell Krim

Ukrainische Beamte sagen, die Strategie spiegele genau den Ansatz wider, der nach der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 verfolgt wurde, werde aber jetzt in einem viel schnelleren Tempo umgesetzt.

„Sie haben alles so schnell gemacht… Die Krim war ihr Testgelände“, sagte Olha Kurischko, eine Vertreterin der ukrainischen Präsidentschaft.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Entwicklungen zurückgewiesen und argumentiert, dass die Regionen eher stark militarisiert als für das zivile Leben verbessert werden.

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Auswirkungen auf den Frieden

Analysten warnen, dass das Ausmaß dieser Investitionen künftige Friedensverhandlungen erschweren könnte.

Neue Infrastruktur ermöglicht es Russland, Truppen, Ausrüstung und Güter effizienter zu bewegen und gleichzeitig seine Kontrolle über die Gebiete zu stärken.

Mit zunehmender wirtschaftlicher Integration könnte es immer schwieriger werden, die Situation umzukehren.

Quellen: Reuters, Kyiv Post, Digi24.

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