Startseite Krieg Putin hindert Männer daran, Russland zu verlassen, in verzweifelter Suche...

Putin hindert Männer daran, Russland zu verlassen, in verzweifelter Suche nach mehr Soldaten

Russia, soldiers, recruits, conscripts
Dmitriy Kandinskiy / Shutterstock.com

Während Russland im Krieg in der Ukraine weiterhin schwere Verluste erleidet, hat der Kreml neue Maßnahmen eingeführt, um die Kontrolle über Männer im wehrpflichtigen Alter zu verschärfen.

Gerade lesen andere

Die Behörden greifen zunehmend auf digitale Systeme zurück, um Wehrpflichtregeln durchzusetzen und potenzielle Rekruten daran zu hindern, das Land zu verlassen.

Ein neuer Bericht deutet darauf hin, dass diese Systeme nun genutzt werden, um automatisch Reisebeschränkungen zu verhängen.

Automatische Reiseverbote

Russische Männer, die nach Erhalt einer Vorladung nicht bei den Militärersatzämtern erscheinen, können nun automatisch daran gehindert werden, das Land zu verlassen, berichtet die Zeitung The Moscow Times.

Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der landesweiten Einführung des elektronischen Registers für militärische Einberufungen.

Sobald eine Einberufung über das System ausgestellt wird, kann eine Reisebeschränkung sofort im persönlichen Konto der betroffenen Person auf dem staatlichen Dienstleistungsportal Gosuslugi erscheinen.

Lesen Sie auch

Erster gemeldeter Fall

Nach Angaben der „Bewegung der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen“ wurde der erste bekannte Fall zusätzlicher Strafen in der russischen Region Kaliningrad registriert.

Ein Wehrpflichtiger, der nach Erhalt einer Vorladung im November 2025 nicht beim Militärersatzamt erschien, sah sich Berichten zufolge etwa 20 Tage später mit mehreren Einschränkungen konfrontiert.

Dazu gehörten Beschränkungen bei der Registrierung von Unternehmen, Einschränkungen bei der Zahlung der Steuer auf berufliche Einkünfte, die Aussetzung von Eigentumsregistrierungsrechten sowie Fahrverbote und Verbote zur Registrierung von Fahrzeugen.

Ausweitung der Strafen

Das Reiseverbot kann nur aufgehoben werden, wenn die betroffene Person persönlich ein Militärersatzamt aufsucht.

Bleibt die Benachrichtigung über die Einberufung ungeöffnet, können nach etwa 27 Tagen weitere Einschränkungen folgen, darunter zusätzliche Begrenzungen bei Eigentumsrechten und beim Führen von Fahrzeugen.

Lesen Sie auch

Kontrollen an der Grenze

Frühere Berichte beschrieben auch den Fall eines 28-jährigen Mannes, der am Moskauer Flughafen Scheremetjewo gestoppt wurde, nachdem in dem digitalen System unter seinem Namen ein Reiseverbot erschienen war.

Grenzbeamte sollen ihm mitgeteilt haben, dass die Beschränkung am Flughafen nicht aufgehoben werden könne.

Stattdessen wurde ihm gesagt, dass nur ein persönlicher Besuch bei seinem örtlichen Wehramt das Verbot aufheben könne.

Quellen: The Moscow Times; United24media.

Lesen Sie auch