Solowjow sprach im Fernsehen eine direkte Drohung aus.
Wenn prominente Stimmen während eines großen Konflikts ihre öffentliche Haltung ändern, können die Auswirkungen über internationale Grenzen hinweg spürbar sein.
Ein Seitenwechsel in einer prominenten Debatte ruft oft heftige Gegenreaktionen hervor, insbesondere wenn politische Kommentatoren plötzlich die Narrative infrage stellen, die sie einst selbst verbreiteten.
Plötzlicher politischer Kurswechsel
Laura Loomer, eine prominente amerikanische politische Aktivistin und enge Verbündete von Donald Trump, unternahm kürzlich eine überraschende Reise in die Ukraine, die ihre öffentliche Haltung vollständig neu prägte.
Vor einem im 11. Jahrhundert erbauten Kloster in Kiew, das durch Drohnenangriffe beschädigt wurde, gab die Kommentatorin zu, sie sei in der Vergangenheit „von russischer Propaganda getäuscht worden“.
Zuvor hatte sie sich gegen amerikanische Militärhilfe für die Ukraine ausgesprochen, berichtet der Daily Express. Doch während ihrer jüngsten Reise interviewte sie den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und sprach sich für westliche Unterstützung aus.
In ihren Interviews mit Militärkommandeuren vor laufender Kamera fragte sie offen, warum der russische Präsident Wladimir Putin nach fast fünf Jahren Krieg noch am Leben sei.
Zorn im Kreml
Diese kühne Frage löste schnell eine wütende Reaktion des Staatsfernsehens in Russland aus.
Wladimir Solowjow, Moderator von „Sonntagabend mit Wladimir Solowjow“, widmete einen Teil seiner Sendung dem Angriff auf die amerikanische Aktivistin, berichtet der Daily Express.
Der Moderator bezeichnete sie in seiner Sendung als „Närrin“ und „Abschaum“. Er sagte den Zuschauern: „Irgendein Idiot kommt hierher für eine kleine Menge Geld, der angeblich zuvor Trump unterstützte, schaut in die Augen des Nazis Beletsky und, basierend auf der Tatsache, dass sie Jüdin ist… sagt sie allen Ernstes: ‚Ich verstehe nicht, warum Putin noch am Leben ist?‘“
Solowjow sprach daraufhin im Fernsehen eine direkte Drohung aus. „Wenn ich das richtig verstehe, würden sie in den Vereinigten Staaten von Amerika für eine solche Forderung in Bezug auf, sagen wir, das Schicksal des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Sie sofort in den Asphalt walzen. Das heißt, jetzt müssen wir diese Närrin in den Asphalt walzen“, erklärte er.
Konter im Netz
Solowjow erwähnte während der Sendung auch den US-Senator Lindsey Graham und schlug vor, die Russen sollten einfach „warten, bis diese Närrin von selbst stirbt“.
Das Segment wurde vom unabhängigen Projekt „Russian Media Monitor“ überwacht und untertitelt, berichtet der Daily Express.
Loomer konterte schnell in den sozialen Medien, indem sie Ausschnitte der Sendung teilte und die russischen Staatsmedienvertreter als „Presstituierte“ bezeichnete, die einen „Nervenzusammenbruch“ erlitten.
Sie bekräftigte ihre neue Haltung, dass Russland ein Terrorstaat sei, und unterstrich damit, wie intensiv der globale Informationskampf geworden ist.
Quellen: Daily Express