Die Beziehungen zwischen Russland und dem Iran haben sich deutlich vertieft, insbesondere in der militärischen und technologischen Zusammenarbeit.
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Teheran hat Drohnen geliefert, die von russischen Streitkräften in großem Umfang eingesetzt werden, während Moskau Berichten zufolge im Gegenzug Geheimdienstinformationen und Unterstützung bereitgestellt hat.
Vor diesem Hintergrund einer engeren Koordination sind die Narrative rund um die laufenden Konflikte zunehmend politisiert worden.
Harte Kritik
Russische Staatsmedien haben Donald Trumps Umgang mit dem Iran-Krieg scharf kritisiert und ihn als Misserfolg dargestellt, wie der russische BBC-Redakteur Steve Rosenberg laut Express berichtete.
Die Kommersant schrieb, Trump habe sein Hauptziel im Iran nicht erreicht.
“Trump hat sein Ziel nicht erreicht, ein Personalwechsel hat das iranische Regime nicht zu Fall gebracht.”
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Sie fügte hinzu: “Es gibt überhaupt keine Grundlage für Donald Trump, den Sieg im Iran zu verkünden. Daher bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Krieg fortzusetzen und laute Erklärungen über die Macht der US-Waffen abzugeben.”
Narrativ des Scheiterns
Eine andere russische Publikation, Roter Stern, bezeichnete den Krieg als „ein politisches Scheitern für den 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten“.
Die Kritik kommt, da der Konflikt in seine sechste Woche geht, ohne dass eine klare Lösung in Sicht ist.
Die russische Medienberichterstattung hat den Krieg durchweg als Rückschlag für Washington dargestellt.
Wirtschaftliche Realität
Gleichzeitig räumte die Kommersant ein, dass die erwarteten wirtschaftlichen Gewinne für Russland noch nicht eingetreten sind.
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Unter der Überschrift „Petrodollars auf der Durchreise“ schrieb das Blatt: „Der Haushalt hat die Vorteile des Krieges im Nahen Osten noch nicht zu spüren bekommen.“
Die russischen Öl- und Gaseinnahmen im März 2026 lagen Berichten zufolge 43 % unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.
Verzögerte Gewinne
Der Bericht stellte fest, dass die Steuerzahlungen noch auf dem niedrigeren Ölpreis vom Februar von 44,6 Dollar pro Barrel basierten, was bedeutet, dass sich die höheren Preise vom März erst später auf die Einnahmen auswirken würden.
Trotz steigender Ölpreise weltweit ist Russland weiterhin mit finanziellem Druck konfrontiert.
Berichten zufolge wurden im März weitere 60 Milliarden Rubel aus dem Nationalen Wohlfahrtsfonds entnommen, um das Defizit zu decken.
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Die Kommersant wies auch auf ukrainische Drohnenangriffe auf die russische Ölinfrastruktur als einen Faktor hin, der die Einnahmen beeinträchtigt.
Sie schrieb: „Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Angriffe auf Ölraffinerien nicht spurlos vorübergegangen sind.“
Quellen: BBC, Kommersant, Roter Stern, Express.