Russlands Außenminister hat Spekulationen über einen Zeitplan für ein Ende des Krieges in der Ukraine zurückgewiesen und betont, Moskau konzentriere sich ausschließlich auf die Erreichung seiner Ziele.
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Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund getrennter Treffen zwischen US-Gesandten sowie russischen und ukrainischen Vertretern in Genf.
„Keine Fristen“
Im Gespräch mit russischen Journalisten erklärte Sergej Lawrow, Moskau arbeite nicht auf einen festen Zeitrahmen für ein Friedensabkommen hin.
„Haben Sie uns jemals etwas über Fristen sagen hören? (…) Wir haben keine Fristen, wir haben nur Aufgaben (…). Wir erfüllen sie“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur TASS Lawrow.
Beobachter werteten seine Aussagen weithin als Signal, dass Russland es nicht eilig habe, die Verhandlungen abzuschließen.
Treffen in Genf
Am Donnerstag reisten russische und ukrainische Unterhändler nach Genf, um dort getrennte Gespräche mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu führen.
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US-Präsident Donald Trump drängt auf einen Durchbruch in dem Konflikt, der mit der groß angelegten russischen Invasion im Februar 2022 begann.
Mehrere diplomatische Gesprächsrunden in den vergangenen Monaten haben jedoch bislang zu keiner konkreten Einigung geführt.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow warnte vor Erwartungen eines schnellen Fortschritts.
„Es wäre der größte Fehler, jetzt irgendwelche Schritte festzulegen oder Prognosen zu machen. Ich möchte solche Fehler nicht begehen“, sagte er laut TASS.
Bedingungen für ein Gipfeltreffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat wiederholt betont, dass direkte Gespräche mit Wladimir Putin notwendig seien, um zentrale Streitfragen zu klären, darunter den Status der von Moskau beanspruchten Gebiete in der Ostukraine.
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Peskow bekräftigte, ein Gipfeltreffen zwischen den beiden Staatschefs könne erst nach Abschluss der Verhandlungen stattfinden und würde dazu dienen, Vereinbarungen zu „finalisieren“, nicht sie auszuhandeln.
Quellen: TASS, Digi24