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Selenskyj richtet deutliche Herausforderung an Trump: Komm in die Ukraine und sieh selbst — so wie Biden

Trump Zelensky
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

Der ukrainische Präsident nutzte den Jahrestag, um eine klare Botschaft ins Ausland zu senden.

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Aus einem Bunker in Kyjiw forderte Wolodymyr Selenskyj internationale Staats- und Regierungschefs auf, sich selbst ein Bild vom Krieg zu machen, und wandte sich direkt an Donald Trump.

Aufruf zu einem Besuch in Kyjiw

In einer Fernsehansprache am Dienstag lud Selenskyj den US-Präsidenten ein, in die Ukraine zu reisen. Wer den Konflikt mit eigenen Augen sehe, werde erkennen, wer die Verantwortung trage.

„Ich möchte wirklich eines Tages mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten hierherkommen. Ich weiß mit Sicherheit: Nur wenn man in die Ukraine kommt, mit eigenen Augen unser Leben und unseren Kampf sieht, unser Volk und das Ausmaß dieses Schmerzes spürt, nur dann kann man verstehen, worum es in diesem Krieg wirklich geht“, sagte er.

Er fügte hinzu: „Das ist keine Straßenschlägerei, es ist ein Angriff eines kranken Staates auf einen souveränen. Er [Putin] ist die Ursache für seinen Beginn und das Hindernis für sein Ende. Und es ist Russland, das in seine Schranken gewiesen werden muss. Damit es echten Frieden geben kann.“

Selenskyj erklärte, ein solcher Besuch würde zeigen, „wer hier der Aggressor ist und wer unter Druck gesetzt werden muss“.

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Ansprache aus dem Bunker

Die Rede war das erste Mal seit den ersten Tagen der Invasion, dass Selenskyj aus dem unterirdischen Bunker in der Bankowa-Straße gefilmt wurde.

Der Ort diente ihm im Februar 2022 als Kommandozentrale, als russische Truppen auf Kyjiw vorrückten. Rückblickend sagte Selenskyj:

„Dieses Büro, dieser kleine Raum im Bunker in der Bankowa-Straße, hier habe ich zu Beginn des Krieges meine ersten Gespräche mit internationalen Staats- und Regierungschefs geführt.“

Er erinnerte an ein Telefonat mit dem damaligen US-Präsidenten Joe Biden und ergänzte:

„Hier sprach ich mit Präsident Biden, und genau hier hörte ich: Wolodymyr, es gibt eine Bedrohung. Sie müssen die Ukraine dringend verlassen. Wir sind bereit, dabei zu helfen. Und hier antwortete ich, dass ich Munition brauche, keine Mitfahrgelegenheit.“

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Krieg im vierten Jahr

Selenskyj sagte, Russland habe seine ursprünglichen Ziele nicht erreicht.

„Er hat diesen Krieg nicht gewonnen. Wir haben die Ukraine bewahrt, und wir werden alles tun, um Frieden zu erreichen. Und um Gerechtigkeit sicherzustellen“, erklärte er.

Zum Jahrestag begrüßte Selenskyj zudem mehrere europäische Spitzenpolitiker in Kyjiw, darunter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie die Regierungschefs aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Island, Estland, Lettland und Finnland.

Quellen: Daily Express

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