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Trump und Putin sprechen, während der wachsende Krieg mit Iran die globale Diplomatie verändert

Donald Trump, Vladimir Putin
The White House / Wikimedia Commons

Der sich ausweitende Krieg mit Iran sendet Schockwellen durch die globale Diplomatie und die Energiemärkte.

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Inmitten der eskalierenden Krise telefonierten US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin am Montag etwa eine Stunde lang miteinander. Damit wurde in einem angespannten Moment der internationalen Politik ein direkter Kommunikationskanal zwischen Washington und Moskau wieder geöffnet. Darüber berichtete Digi24 unter Berufung auf den außenpolitischen Berater des Kremls, Juri Uschakow, sowie die russische staatliche Nachrichtenagentur TASS.

Es war das erste öffentlich bekannt gewordene Gespräch zwischen den beiden Staatschefs seit mehr als zwei Monaten. Direkter Kontakt zwischen Washington und Moskau ist während der parallelen Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten selten geworden.

Iran dominiert das Gespräch

Laut der vom rumänischen Sender zitierten Zusammenfassung des Kremls war der Krieg mit Iran das Hauptthema des Telefonats.

Uschakow zufolge tauschten die beiden Präsidenten Ansichten über mögliche diplomatische Bemühungen zur Verringerung der Spannungen aus. Dazu gehörten mögliche Kontakte zu den Golfstaaten sowie zum iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian.

Trump legte außerdem Washingtons Einschätzung der Lage dar, die mit den laufenden amerikanischen und israelischen Militäroperationen gegen Iran verbunden ist, sagte Uschakow.

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Auch Energiefragen kamen während des Gesprächs zur Sprache. Der Kremlberater erklärte, Venezuela sei kurz im Zusammenhang mit der globalen Ölversorgung und der Stabilität der Energiemärkte erwähnt worden.

Der Zusammenfassung des Kremls steht bislang keine ausführliche Darstellung des Weißen Hauses gegenüber.

Ukraine bleibt ungelöst

Der Krieg in der Ukraine wurde ebenfalls während des Gesprächs angesprochen, spielte in der Darstellung des Kremls jedoch offenbar eine untergeordnete Rolle.

Nach Angaben Uschakows sprachen die beiden Präsidenten über Verhandlungen rund um den Konflikt sowie über Entwicklungen entlang der Frontlinie. Moskaus Position, so der Kremlberater, sei, dass russische Fortschritte auf dem Schlachtfeld Kyjiw dazu bewegen sollten, Gespräche aufzunehmen.

Trump habe demnach Interesse bekundet, den Konflikt durch „eine schnelle Waffenruhe und eine langfristige Regelung“ zu beenden.

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Diplomatische Bemühungen rund um die Ukraine sind trotz früherer Vorschläge für Verhandlungen und vorübergehende Waffenruhen wiederholt ins Stocken geraten.

Energiebedenken erweitern die Agenda

Der kurze Verweis auf Venezuela unterstrich die wachsende Sorge um die globalen Energiemärkte, während sich Konflikte über mehrere Regionen ausbreiten.

Die Ölpreise haben bereits auf die Instabilität im Nahen Osten reagiert, und Regierungen beobachten mögliche Störungen von Lieferwegen und Produktion sehr genau.

Uschakow bezeichnete den Austausch zwischen den beiden Staatschefs als „ernsthaft, offen und konstruktiv“. Er fügte hinzu, Trump habe vorgeschlagen, solche direkten Gespräche regelmäßig zu führen. Beide Seiten hätten signalisiert, dass sie bereit seien, den Dialog fortzusetzen.

Quellen: Digi24, TASS.

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