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Ukraine zerstörte russisches Militärhauptquartier – nun hat Russland den Rest abgerissen

Vladimir Putin
photoibo / Shutterstock.com

Mehr als zwei Jahre nach einem aufsehenerregenden ukrainischen Angriff auf das besetzte Krimgebiet sind nun schwere Baumaschinen im Zentrum von Sewastopol im Einsatz.

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Was einst ein zentrales Symbol russischer Seemacht auf der Halbinsel war, wird nun vollständig abgetragen.

Abrissarbeiten im Gange

Die von Russland eingesetzten Behörden in Sewastopol haben mit der Demontage des ehemaligen Hauptquartiers der Schwarzmeerflotte begonnen, wie die Partisanengruppe Crimean Wind am 25. Februar berichtete.

Planierraupen und anderes Baugerät waren auf dem zentralen Hügel der Stadt im Einsatz und räumten die Überreste des Gebäudes, in dem sich zuvor das zentrale Kommando der Flotte befand.

Seit dem 22. September 2023 war das Gebäude nicht mehr nutzbar, nachdem es bei einer ukrainischen Operation mit dem Namen „Krabbenfalle“ getroffen worden war.

Details zum Angriff

Die ukrainischen Spezialkräfte erklärten damals, zwei Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow hätten das Hauptquartier getroffen, während sich hochrangige Marineoffiziere zu einer Besprechung im Inneren aufhielten.

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Kyrylo Budanow, damals Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes, sagte, bei dem Angriff seien mindestens neun Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden, darunter ranghohe russische Generäle.

Das russische Verteidigungsministerium bestätigte lediglich den Tod eines Soldaten, räumte den Angriff jedoch ein. Das Hauptquartier wurde infolge schwerer struktureller Schäden und eines Brandes aufgegeben.

Strategische Verlagerung

Das Gebäude war 1958 an der Stelle eines früheren Palastes aus dem Jahr 1900 errichtet worden. Nach der Annexion der Krim durch Russland wurde es zwischen 2014 und 2018 modernisiert, um Kommunikations- und Sicherheitssysteme zu verbessern.

Vor dem Angriff im Jahr 2023 diente es als zentrales Koordinationszentrum für russische Marineoperationen im Schwarzen Meer.

Seitdem sollen russische Kommandoeinrichtungen nach Noworossijsk oder in verstärkte unterirdische Anlagen verlegt worden sein, während Moskau versucht, wichtige Einrichtungen vor weiteren ukrainischen Angriffen mit großer Reichweite zu schützen.

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Unabhängig davon teilte der ukrainische Generalstab am 21. Februar mit, dass Angriffsdrohnen zwei sowjetische Amphibienflugzeuge vom Typ Be-12 zur U-Boot-Bekämpfung auf dem Luftfahrtinstandsetzungswerk Jewpatorija im besetzten Krimgebiet ins Visier genommen hätten.

Quellen: Crimean Wind, United24media.