Wenn mächtige Führer spüren, wie sich die Wände um sie schließen, ist ihr erster Instinkt oft, ihre Liebsten nah bei sich zu haben.
Die Abschirmung von Familienmitgliedern vor der Öffentlichkeit wird zu einer Obsession. Doch für einen Staatschef erfordert der Schutz seines engsten Kreises eine buchstäbliche Festung.
Rückzug in den Wald
Wladimir Putin soll Berichten zufolge seinen beiden ältesten Töchtern befohlen haben, in eine Hochsicherheitsanlage zu ziehen. Der russische Präsident hat angeblich Todesangst vor Attentatsversuchen. Aufgrund dieser tiefen Paranoia möchte er seine Familie sicher versteckt wissen.
Laut dem investigativen Medium We Can Explain, zitiert von Express, sind Maria Woronzowa und Katerina Tichonowa kürzlich in den Palastkomplex Waldais umgezogen. Das riesige Anwesen liegt umgeben von dichten Wäldern, etwa 370 Kilometer nordwestlich von Moskau. Sie brachten auch ihre kleinen Kinder mit.
Die luxuriöse Waldresidenz ist bereits ziemlich belebt. Sie dient derzeit als Hauptwohnsitz für seine Partnerin, Alina Kabajewa, und ihre beiden jungen Söhne.
Ringe schwerer Verteidigungsanlagen
Ein Landgut in einen undurchdringlichen Bunker zu verwandeln, erfordert ernsthaftes militärisches Gerät. Das weitläufige Anwesen ist nun mit 27 Luftverteidigungstürmen gespickt, die in zwei massiven Ringen errichtet wurden. Vor zwei Jahren verfügte die Anlage nur über sieben.
Ukrainische Drohnenangriffe dringen immer weiter über die Grenze vor, daher gehen die Wachen absolut kein Risiko ein. Ein tiefer unterirdischer Schutzraum bietet ultimativen Schutz, wie der Express feststellte.
Die Sicherheitspanik reicht weit über die Waldmauern hinaus. Russische Beamte schalteten kürzlich das gesamte Überwachungsnetzwerk des Kremls ab, um Cyberbedrohungen zu überprüfen, berichtete die Financial Times.
Die Kameras im Blick
Der massive Kameraausfall war keine zufällige Wartungsprüfung. Sicherheitsteams gerieten in Panik, nachdem sie erfahren hatten, dass amerikanische und israelische Spione gehackte Kamerafeeds nutzten, um die iranische Führung zu verfolgen. Experten schalteten das lokale Internetsystem erst wieder ein, nachdem jede digitale Sicherheitslücke geschlossen worden war.
Während sich der Großteil der Familie hinter militärischen Verteidigungsanlagen versteckt, bleibt ein angebliches Mitglied weit entfernt. Seine mutmaßliche dritte Tochter bleibt außerhalb des Bunkers. Luiza Rosowa lebt Berichten zufolge ruhig in Paris.
Unterdessen bekleiden die beiden ältesten Töchter weiterhin wichtige Staatsämter hinter den schweren Barrikaden. Woronzowa arbeitet als Medizinforscherin, während Tichonowa massive nationale Technologieprojekte leitet.
Quellen: Express, We Can Explain, Financial Times