Eine sich ausweitende Kampagne Israels scheint sowohl auf die iranische Führung als auch auf die Personen abzuzielen, die für die Durchsetzung ihrer Autorität verantwortlich sind. Neben Luftangriffen deuten Berichte auf einen leiseren Ansatz hin, der darauf abzielt, das Vertrauen innerhalb der Sicherheitsstrukturen des Landes zu erschüttern. Das Ergebnis ist eine Konfrontation, die sich gleichzeitig auf mehreren Ebenen abspielt.
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In den vergangenen Tagen sind laut The Sun mehrere hochrangige iranische Persönlichkeiten ins Visier geraten. Zu den angeblich Getöteten zählt Ali Larijani, wobei die Angaben bislang auf frühen oder unbestätigten Berichten beruhen.
Weitere genannte Namen sind der Basij-Kommandeur Gholamreza Soleimani sowie der Geheimdienstminister Esmaeil Khatib. Die iranischen Behörden haben Verluste in den oberen Rängen eingeräumt, was auf das Ausmaß der Angriffe hinweist.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, wie die britische Zeitung berichtet, dass weitere Operationen genehmigt seien, und warnte vor „bedeutenden Überraschungen“.
Diese Angriffe sind Teil eines umfassenderen Musters, das nach Ansicht von Analysten darauf abzielt, die Entscheidungsfindung an der Spitze zu stören.
Energiespannungen nehmen zu
Gleichzeitig wirkt sich der Konflikt auf die globalen Märkte aus.
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Die Ölpreise stiegen im frühen Handel deutlich an, nachdem Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur, darunter das Gasfeld South Pars, erfolgt waren.
Teheran hat Nachbarstaaten vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen gewarnt, was die Aussicht auf weiterreichende Störungen entlang wichtiger Öltransportwege erhöht.
Die wirtschaftliche Reaktion verdeutlicht, wie schnell sich die Krise über militärische Ziele hinaus ausweitet, mit potenziellen Folgen für globale Lieferketten.
Berichtete direkte Warnungen
Separate Berichte, die auf Erkenntnissen des Wall Street Journal beruhen, beschreiben eine ungewöhnlichere Taktik: direkte Kontaktaufnahme mit iranischem Sicherheitspersonal.
Eines der ausgewerteten Telefonate zeigt, wie einem Offizier gesagt wurde: „Wir wissen alles über Sie. Sie stehen auf unserer schwarzen Liste, und wir haben alle Informationen über Sie.“
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Zwischen solchen Aussagen deutet die Berichterstattung darauf hin, dass Einsatzkräfte versuchen, den Druck zu personalisieren – ein Abweichen von der üblichen Nutzung von Mittelsmännern oder breit angelegten Botschaften.
Im selben Gespräch wird die Warnung deutlicher: „Ich rufe an, um Sie im Voraus zu warnen, dass Sie sich auf die Seite Ihres Volkes stellen sollten, und wenn Sie das nicht tun, wird Ihr Schicksal dem Ihres Anführers entsprechen.“
Vom WSJ ausgewertete Berichte deuten auf die psychische Belastung hin, die dies verursachen könnte. Die Antwort des Offiziers, die in den Aufzeichnungen enthalten ist, lautet: „Ich bin bereits ein toter Mann. Bitte kommen Sie einfach und helfen Sie uns.“
Israel wurde bereits zuvor mit verdeckten Operationen in Verbindung gebracht, die auf die internen Systeme von Gegnern abzielen. Eine direkte telefonische Kontaktaufnahme dieser Art würde jedoch, sofern sie bestätigt wird, einen stärker personalisierten Ansatz darstellen.
Ob diese Kombination aus gezielten Tötungen und individuellem Druck die interne Kohäsion Irans schwächen wird, bleibt unklar. Klar ist jedoch, dass sich der Konflikt über konventionelle Grenzen hinaus ausweitet und sowohl die militärische Stärke als auch die innere Widerstandsfähigkeit auf die Probe stellt.
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Quellen: The Sun, The Wall Street Journal